HALLWILERSEE: Jetzt gehen die Ranger wieder auf Streife

Sechs Aufseher sind rund um den Hallwilersee im Einsatz. Im letzten Jahr haben sie über 600 fehlbare Personen erwischt.

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Peter Häfliger beobachtet Flora und Fauna am Hallwilersee. (Bild: Archiv Neue LZ)

Peter Häfliger beobachtet Flora und Fauna am Hallwilersee. (Bild: Archiv Neue LZ)

Jetzt sind sie wieder im Einsatz: die Aufseher oder Ranger am Hallwilersee, an den auch die Luzerner Gemeinden Aesch, Hitzkirch und Beromünster grenzen. Im Rahmen eines Pilotprojektes von 2011 bis 2013 patrouillieren die sechs Aufseher jeweils im Sommerhalbjahr um den See und sorgen für Ordnung.

Velofahrer stören

Sie leisten dabei rund 800 Einsatzstunden und sind vor allem am Wochenende im Einsatz, wenn die Besucher am See Erholung suchen – und sich nicht immer so verhalten, wie sie sollten. Über den ganzen letzten Sommer registrierten die Ranger 600 fehlbare Personen, meist Velofahrer, die sich nicht ans Fahrverbot hielten. Gegenüber 2011 stellten die Ranger fest, dass Hunde vermehrt an der Leine geführt werden, was die Ranger auf ihre Präsenz zurückführen.

Krasses und wiederkehrendes Fehlverhalten wird auch künftig der Polizei gemeldet. Den Rangern liegt neben der Aufsicht besonders die Sensibilisierung für Flora und Fauna am Hallwilersee am Herzen, denn: «Nur was man kennt, schätzt und schützt man», schreiben die Ranger am Mittwoch in einer Mitteilung. Unter anderem sind Schulklassen-Naturtage für die umliegenden Gemeinden vorgesehen.

Wie weiter?

Offen ist, ob der Rangerdienst auch nach der Pilotphase weitergeführt wird. Die Arbeitsgruppe Hallwilersee hat entschieden, einen Verein zu gründen, der die Ranger anstellen soll. Diese Idee und das Budget für den Rangerbetrieb ab 2014 liegen momentan zur Beschlussfassung bei den Gemeinden.

pd/rem

Der Rangerdienst Hallwilersee

Die Arbeitsgruppe Hallwilersee, die den Rangerdienst betreibt, setzt sich aus den Luzerner Gemeinden, Aesch, Hitzkirch und Beromünster sowie den Aargauer Gemeinden Beinwil am See, Birrwil, Boniswil, Seengen, Meisterschwanden, Fahrwangen, dem Gemeindeverband Lebensraum Lenzburg Seetal (ehemals Regionalplanungsverband Lenzburg-Seetal) und den Kantonen Aargau und Luzern zusammen.