Hangrutsche im Kanton Luzern

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Die Räumungsarbeiten sind angelaufen. (Bild: PD)

Die Räumungsarbeiten sind angelaufen. (Bild: PD)

Neuenburgersee bei Yverdon-les-Bains (Bild: Keystone)
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Nidau am Bielersee (Bild: Keystone)
Nach dem Hundewetter stehen im Bereich Rütistrasse in Sarnen einige Häuser fast schon im Wasser. (Bild: Corinne Glanzmann)
Stephan Flury vom Sarner Gemeindeführungsstab beobachtet den Pegel des Sarnersees im Seefeld. (Bild: Corinne Glanzmann)
Viel fehlt nicht mehr, bis der Fluss übers Ufer tritt: die Sarneraa beim Rathaus. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)
Die Sarneraa fliesst ruhig, aber ziemlich hoch dahin. (Bild: Corinne Glanzmann)
Die Engelbergeraa am Montagmittag beim Hostettenwehr in Oberdorf. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)
Die Engelbergeraa in Nidwalden geht nach heftigen Niederschlägen der vergangenen Tage hoch. Auf dem Bild auf der Höhe des Einflusses Buoholzbachs bei Dallenwil in die Engelbergeraa. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)
In Horw musste der Bagger ran: Die Seestrasse wurde von einem Hangrutsch verschüttet. (Bild: Gemeinde Horw)
Die Strasse bleibt vorübergehend gesperrt. (Bild: Gemeinde Horw)
Der Erdrutsch vom gegenüberliegenden Seeufer aus fotografiert. (Bild: Leserbild Nicole Hasler)
Tierpark Dählhölzli in Bern (Bild: Keystone)
Eichholz bei Bern (Bild: Keystone)
Matte-Quartier in Bern (Bild: Keystone)
Aare in der Elfenau bei Bern. (Bild: Keystone)
Aare im Matte-Quartier in Bern. (Bild: Keystone)
Thunersee in Gwatt bei Thun. (Bild: Keystone)
Holzbrücke in Thun: Die Schleusen sind ganz offen. (Bild: Keystone)
Überschwemmtes Kulturland in Toffen im Gürbetal. (Bild: Keystone)
Rheinufer bei Basel. (Bild: Keystone)
Vex im Wallis (Bild: Keystone)
Vièze bei Monthey im Wallis.
Die Gefahrenkarte von Meteo Schweiz am Montagnachmittag. Gelb: mässige Gefahr. Orange: erhebliche Gefahr. Rot: grosse Gefahr (Bild: Meteo Schweiz)
Die SBB-Bahnlinie zwischen Bern und Freiburg war wegen eines Erdrutsches am Sonntag unterbrochen. (Bild: SBB)
Arve bei Genf. (Bild: Keystone)
Arve bei Genf. (Bild: Keystone)
St-Gingolph, Wallis. (Bild: Keystone)
St-Gingolph, Wallis. (Bild: Keystone)
St-Gingolph, Wallis. (Bild: Keystone)

Neuenburgersee bei Yverdon-les-Bains (Bild: Keystone)

chh./red. Zur Hochwasserlage im Kanton Luzern sagt Daniel Arnold, Projektleiter Risikomanagement: «Im Vergleich zu anderen Kantonen kommen wir relativ glimpflich davon.» Zwar habe der Kanton bei mehreren Messstationen so hohe Pegelstände gemessen, dass man von einem Hochwasser sprechen könne. «Das kommt statistisch gesehen alle zwei Jahre vor.» Grössere Schäden seien bisher aber keine gemeldet worden. «Bis auf die Seeausflüsse sind alle Pegelstände der Flüsse wieder rückläufig. Die Seen werden aufgrund der Zuflüsse jedoch noch etwas ansteigen.»

Halber Meter über Durchschnitt

Gestern lag der Pegel des Vierwaldstättersees in Luzern bei 434,047 Metern über Meer. «Das ist rund ein halber Meter über dem Durchschnitt, den wir zu dieser Jahreszeit jeweils haben.» Laut Prognosen werde der Pegel noch leicht steigen. «Die Schadensquote von 434,45 Metern über Meer sollte jedoch laut den jetzigen Prognosen nicht erreicht werden.» Gestern wurde in Luzern begonnen, das Längswehr bei der Reuss zu öffnen. Das Bundesamt für Umwelt stuft die Gefahr eines Hochwassers beim Vierwaldstättersee, der Reuss und der Kleinen Emme als mässig ein.

Bei der kantonalen Fachstelle für Naturgefahren wurden wegen der Niederschläge bis gestern Mittag drei Hangrutsche registriert. Wegen eines Erdrutsches ist die Seestrasse in Horw für den Verkehr und Fussgänger vorübergehend gesperrt. Rund 200 Kubikmeter Geröll haben die Strasse auf einer Länge von 50 Metern verschüttet, wie die Gemeinde Horw mitteilte. Mitarbeiter des Tiefbauamts und ein Geologe haben die Stelle untersucht. Weitere Rutschungen seien möglich. Derzeit laufen die Räumungsarbeiten. Anschliessend muss der Hang gesichert werden. Die Seestrasse bleibt bis sicherlich am Mittwoch geschlossen. Laut Arnold kam es auch in Root und Ruswil zu «kleineren Hangrutschen.»

Vom Samstag bis gestern Abend standen laut Judith Lauber, Leiterin Kommunikation der Gebäudeversicherung Luzern, rund 18 Feuerwehren im Einsatz. «Es traten vor allem Bäche über die Ufer, und es gab überschwemmte Strassen.» Vereinzelt sei es auch zu Erdrutschen gekommen, so etwa in Reiden und Dagmersellen.

Alle Schleusen sind geöffnet

Der Kanton Zug ist bis auf das Auspumpen einer Unterführung beim Brüggli und vereinzelte überschwemmte Keller verschont geblieben. Urs Kempf, Leiter der Abteilung Wasserbau beim kantonalen Tiefbauamt, sagt aber: «Für die Seen wäre es gut, wenn es noch etwas trocken bleiben würde vor allem für den Zugersee.» Denn aktuell seien bereits alle Schleusen beim Wehr in Cham geöffnet. Und dies zu Beginn der Hochwassersaison.

Nur am Rande von den Regenfällen betroffen war der Kanton Schwyz. Bei Arth kam es zu einem Murgang.