Hans Ernis «Poseidon» muss weichen

Im Sommer schliesst das Hallenbad und Ernis Wandbild «Poseidon» wird demontiert. Für das 5 Tonnen schwere Werk wird eine neue Heimat gesucht.

Stefan Roschi
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Das Wandbild Poseidon von Hans Erni im Hallenbad Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Das Wandbild Poseidon von Hans Erni im Hallenbad Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Es war sozusagen Hans Ernis Rehabilitation in Luzern: Das Wandbild Poseidon im Hallenbad an der Bireggstrasse. Nachdem der Künstler zuvor jahrelang von offizieller Seite als Kommunist geächtet wurde, war das Bild Ende der Sechzigerjahre wieder der erste offizielle Auftrag. Das i-Tüpfelchen nach dem zuvor verliehenen städtischen Kunstpreis 1967. Doch jetzt muss Ernis Werk weichen. Weil das Hallenbad im Sommer endgültig schliesst und Platz für kulturelle Zwischennutzungen bietet, plant die Stadt, das 15 mal 8 Meter grosse und 5 Tonnen schwere Bild abzubauen.

Die ganz grosse Frage aber lautet: Wo findet Ernis «Poseidon» seinen neuen Platz? Sicher ist, dass der griechische Gott des Meeres irgendwo platziert werde soll, wo wiederum Wasser eine Rolle spielt. Das ist der Wunsch Ernis und seiner Stiftung. Die Stadt will jetzt verschiedene Standorte prüfen, äussert sich aber nicht zu Plätzen. Beraten wird sie von Karl Bühlmann, Mitglied des Hans-Erni-Stiftungsrats. Für ihn wäre zum Beispiel das Lido-Freibad eine Möglichkeit für eine Platzierung. Aber auch ein Schulhaus könne in Frage kommen.