HANS-MARTI-FOTOARCHIV: Riesige Fotosammlung geht an Denkmalpflege

Nach zwei Jahren Arbeit ist der Bildbestand des Hans-Marti-Archiv aufgearbeitet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Dieser Fotoschatz soll nun einer sicheren Aufbewahrung zugeführt werden.

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«Pflügen mit einem Vierspanner»: Eines der Fotos aus dem Archiv. (Ausschnitt, Bild pd)

«Pflügen mit einem Vierspanner»: Eines der Fotos aus dem Archiv. (Ausschnitt, Bild pd)

Marti hat in den Jahren zwischen 1940 und etwa 1980 (teilweise bis 2000) eine einzigartige fotografische Dokumentation des Luzerner Hinterlandes aus heimatkundlicher Sicht erstellt. Die Ausübung alter, verschwundener Handwerke wurde ebenso faszinierend im Bild festgehalten, wie traditionelle landwirtschaftliche Gebäude oder sakrale Bauten. Auf den Fotos präsentieren sich die Landschaften noch weitgehend unverbaut, wie die Staatskanzlei mitteilt.

16'000 historische Aufnahmen
Es handelt sich um rund 16'000 Bilder, die Ferdinand Andermatt aus Willisau für die Heimatvereinigung Wiggertal akribisch geordnet und erschlossen hat. Grösstenteils sind es Fotonegative, aber auch etwa 1800 Diapositive. Zusätzlich wurden alle Bilder digitalisiert, was auch deren Zugänglichkeit über das Internet möglich machte ( www.hansmartiarchiv.ch ). Alle Aufnahmen, auch diejenigen, die noch nicht lokalisiert werden konnten, wurden mit Schlüsselwörtern versehen, die auch für die Motivsuche verwendbar sind.

Der Papiernachlass von Hans Marti, bestehend aus unzähligen Manuskripten, Notizen und Fotoabzügen, kommt ins Archiv der Heimatvereinigung Wiggertal in Schötz. Die empfindlichen Bilddträger werden für eine fachgerechte Langzeitarchivierung dem Archiv der Kantonalen Denkmalpflege Luzern übergeben, welche dafür einen Platz in einer speziellen Klimakammer reserviert hat. Diese Übergabe, welche am Dienstag 24. März 2009 stattfindet, bildet den offiziellen Abschluss der langjährigen Arbeiten an diesem Nachlass von grossem heimatkundlichem Wert.

scd