Happige Rechnung für Horw aus Nottwil

Die Gemeinde soll nun doch für die Spitalkosten des verunfallten Roma-Mädchens aufkommen. Horw will aber Gegensteuer geben.

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Der Ort des Unfalls. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Der Ort des Unfalls. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Am Freitag erreichte die Gemeinde Horw ein Brief aus dem Schweizerischen Paraplegiker-Zentrum SPZ in Nottwil. Unter anderem wird festgehalten, dass das SPZ als Privatklinik darauf angewiesen sei, die erbrachten Leistungen kostendeckend zu verrechnen. Der Betrag bewegt im sechsstelligen Bereich.

Vor knapp einem Jahr verunglückte in St. Niklausen ein damals 14-jähriges Roma-Mädchen. Der Teenager war mit einer 22-jährigen Partnerin auf der Horwer Halbinsel auf Diebestour. Bei einem Einbruchsversuch wurden sie von der Hausbesitzerin überrascht, stürzte auf der überhasteten Flucht über eine 12 Meter hohe Felswand und blieb schwer verletzt liegen. Vor einigen Wochen erst konnte die Roma aus dem SPZ aus der Spitalpflege entlassen.

Das Mädchen verfügte zum Zeitpunkt des Unfalls über keinen Versicherungsschutz. Dabei kommt der Gemeinde Horw das Sozialhilfegesetz in die Quere. Denn dieses schreibt vor: Kommt ein nicht versichertes Unfallopfer in eine wirtschaftliche Notlage, muss jene Gemeinde für die Kosten aufkommen, auf deren Territorium der Unfall sich ereignete.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.