HARMOS: Eltern haben Angst wegen Schulweg

Mit HarmoS würden bereits Vierjährige eingeschult. Können so kleine Kinder den Schulweg allein bewältigen? Eine Expertin warnt.

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Für Kleinkinder ist der Schulweg gefährlich. (Bild Ruth Tischler/Neue LZ)

Für Kleinkinder ist der Schulweg gefährlich. (Bild Ruth Tischler/Neue LZ)

Kindergärtler, die vier Jahre alt sind und sich allein auf den Schulweg machen – für den Luzerner SVP-Kantonsrat Guido Luternauer undenkbar. 

Luternauer, aktiv im Komitee «HarmoS ist nicht harmlos», erhält jetzt Support von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU): Esther Walter, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der BfU-Forschungsabteilung, findet es «sehr fragwürdig und problematisch», wenn Vierjährige alleine im Verkehr unterwegs sind. 

Kindern dieses Alters fehle die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, und sie seien nicht in der Lage, Distanzen und Geschwindigkeiten abzuschätzen. Walter bestätigt damit Vorbehalte, die im Vorfeld des Luzerner HarmoS-Urnengangs auch von Eltern geäussert werden.

Gemeinden sind zuständig
Grundsätzlich ist es Sache der Gemeinden, für die Schulwegsicherheit zu sorgen. Sollten diese ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, so werde sie der Kanton «in die Pflicht nehmen», kündigt der Luzerner Bildungsdirektor Anton Schwingruber an. In den Luzerner Gemeinden fürchtet man bereits die Last der Mehrkosten.

Noémie Schafroth

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.