HARMOS NIDWALDEN: Kinder bei ihrer Neugier abholen

Gegner des Schulkonkordats HarmoS behaupten, der Kindergarten werde verschult, ja abgeschafft. Künftig müssten die Kinder dort, falls HarmoS komme, rechnen und schreiben.

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Eine Kindergärtnerin bringt ihrer Gruppe bei, was der Unterschied zwischen einem Schloss und einem Haus ist. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Eine Kindergärtnerin bringt ihrer Gruppe bei, was der Unterschied zwischen einem Schloss und einem Haus ist. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Unsere Nachfrage bei Kathrin Krammer, die an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) künftige Kindergärtnerinnen ausbildet, ergab aber ein ganz anderes Bild. Im Interview mit unserer Zeitung führt sie aus, dass der Begriff «Einschulung» fälschlicherweise dazu benutzt werde, den künftigen Kindergarten als kalte und herzlose Schuleinrichtung abzuwerten. «Mit der Einschulung wird nicht gemeint, dass die Kleinen die Schulbank drücken und Diktate üben», stellt sie klar. Ziel des zweijährigen Kindergartens sei lediglich, die Neugier und Lernfreude der Kinder zu stärken. Das Spiel habe in einem solchen Unterricht zentrale Bedeutung.

Gleiche Chance für alle Kinder
Kathrin Krammer spricht sich weiter für ein Obligatorium des zweijährigen Kindergartens ab vier Jahren aus. «Ergänzend zur Familie erhalten die Kinder Anregungen für ihre Entwicklung und Kontakte mit anderen Kindern.» Auf diese Weise werde sichergestellt, dass alle Kinder in unserem Bildungssystem die gleiche Chance erhalten. Dies sieht Krammer zusätzlich als besten Weg, ausländische Kinder zu integrieren: «Wenn wir langfristig eine Veränderung herbeiführen wollen, müssen wir früh und gründlich beginnen.» 

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.