Harter Einsatz macht Arbeiter krank

Auf der Cityring-Baustelle kommen überdurchschnittlich viele Arbeiter an die Belastungsgrenze. Der Hilferuf hat Bern erreicht: Das Konzept wird überdacht.

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Sanierungsarbeiten im Sonnenbergtunnel. Themenbild. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Sanierungsarbeiten im Sonnenbergtunnel. Themenbild. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Die Cityring-Baustelle auf der A 2 bei Luzern verlangt von den Arbeitern alles ab. Ein Sprecher des Bundesamtes für Strassen (Astra) bezeichnet die Bedingungen als «brutal». Das betrifft vor allem die Nacht- und Wochenendarbeiten. Der hohen Belastung haben schon etliche Arbeiter Tribut gezollt. Sie quittierten den Dienst auf der Baustelle aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig.

Kein Privatleben

Die aussergewöhnliche Arbeitssituation führt auch zu Problemen in den Familien der Arbeiter. Ein leitender Angestellter auf der Cityring-Baustelle sagt: «Ein Privatleben kann man sich unter diesen Umständen glatt abschminken.» Ein Vertreter der Gewerkschaft Unia fordert bei Verhältnissen wie auf dem Cityring ausreichende Zeitgutschriften, damit die schädlichen Auswirkungen der Nacht- und Schichtarbeit ausgeglichen werden können.

Thomas Heer

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