Hartmetall AG in Nachlassstundung

Das Bezirksgericht Hochdorf hat der Hartmetall AG in Hitzkirch die Nachlassstundung gewährt. Laut Communiqué vom Freitag hofft man, das Unternehmen in der Nachlassphase finanziell zu stabilisieren und einen Käufer zu finden.

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Die Hartmetall AG mit über 90 Mitarbeitern exportiert 80 Prozent ihrer Produkte in EU-Länder. Seit zwei Jahren leide das Unternehmen unter dem starken Franken, heisst es im Communiqué. Zudem habe sich die Konjunkturlage speziell in der Metallverarbeitung in Europa deutlich verschlechtert. Auch flache die Nachfrage im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland ab.

Anfang 2011 suchte die Hartmetall AG mit einer forcierten Spezialisierungsstrategie aus dem Tief herauszukommen. Diese Bemühungen blieben erfolglos. Die Standortnachteile habe man nicht ausreichend kompensieren können. Weil die nötige Liquidität fehlte, sei der Schritt in die Nachlassstundung unumgänglich geworden.

Gespräche mit potentiellem Käufer gescheitert

Um die Weiterführung des Betriebs sicherzustellen, suche man seit über einem Jahr einen Käufer, schreibt die Hartmetall AG weiter. Nachdem Gespräche mit einem potentiellen Käufer in fortgeschrittenem Stadium gescheitert sind, sei dem Unternehmen keine andere Wahl als das Gesuch um Nachlassstundung geblieben.

Laut Communiqué ist es die Absicht der Geschäftsleitung, das Unternehmen zu sanieren und Gespräche mit potentiellen Käufern wieder aufzunehmen. Während der Nachlassstundung werde der Betrieb unter der Aufsicht des Sachwalters, eventuell teilweise reduziert, weitergeführt.

sda