Hasselhoff-Fan: «Es herrschte reinste Panik»

David Hasselhoff sprach von heiklen Situationen am Konzert. Das sehen auch Konzertbesucher so. Der Veranstalter sagt, die Security-Leute hätten ihren Job gut gemacht.

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Die Security-Leute (rechts im Bild) hatten alle Hände voll zu tun. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Security-Leute (rechts im Bild) hatten alle Hände voll zu tun. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Beim Surseer Konzert von David Hasselhoff haben am Samstagabend Fans gepöbelt und gar die Bühne betreten. Am Dienstagnachmittag meldete sich eine Konzertbesucherin bei Luzernerzeitung.ch und bestätigte die Tumulte: «Ich hatte Karten für die 2. Reihe, doch schon nach wenigen Sekunden stürmten hunderte von Fans zur Bühne und überrannten dabei alle anderen Zuschauer», schreibt Nina Rathke aus Regensdorf in einem Kommentar auf unserer Website. Es gab mehrmals Massenschlägereien. Die ersten drei Sitzreihen mussten flüchten, da die Sitzreihen so zusammengedrückt wurden, dass man nicht mehr sitzen konnte.

Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ
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Geld wird nicht zurückerstattet

Doch das war offenbar noch nicht alles: «Immer wieder sind Fans von vorne über die Stuhlreihen nach hinten gefallen. Es herrschte reinste Panik», so die Konzertbesucherin. Auf ihre Nachfrage beim Veranstalter Taifun Music AG wird ihr das Geld für das Konzert nicht zurückerstattet. Auch Corina B. (25) aus Volketswil bezeichnete das Konzert als «Sauerei»: «Ich habe das teuerste Ticket für 99 Franken gekauft und sitze in der vordersten Reihe, aber vor lauter tanzenden Besoffenen sehe ich nichts». Sie sei mehrmals angerempelt und mit Bier bespritzt worden, sagte sie mit Tränen in den Augen.

«Security-Leute haben Arbeit gut gemacht»

Martin Lüthy, Geschäftsinhaber der Taifun-Music AG, wehrt sich gegen den Vorwurf, die Security-Leute hätten versagt: «Es waren 24 Security-Leute im Einsatz, und diese hatten richtig viel zu tun. Aber sie haben ihre Arbeit gut gemacht.» Lüthy bestätigt aber gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung, dass etwas schief gelaufen ist: «Unglücklich war, dass das Konzert gestuhlt war. Wenn es im Saal nur Stehplätze gehabt hätte, hätte sich niemand beschwert.»

Für das Konzert am 25. Februar in Bern werden nun Konsequenzen gezogen: Seitlich der Bühne werden Flächen zum Tanzen freigehalten und der Zugang zur 1. und 2. Kategorie abgesperrt. Dann müsse sich niemand auf einem Sitzplatz beschweren, dass die Sicht verdeckt sei, so Lüthy.

eme/rgr/rem