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HAUSAUFGABEN: Schon mehrfach ein Politikum

Jahrhundertelang wurden Hausaufgaben kaum hinterfragt. Doch das ändert sich seit geraumer Zeit: 1993 strich Schwyz als erster und einziger Kanton die Hausaufgaben an der Volksschule – und machte den Entscheid vier Jahre später wieder rückgängig. Der Gegenwind von Eltern, Politikern und Lehrern war zu heftig. Seither kam die Forderung, Hausaufgaben abzuschaffen immer wieder aufs Tapet. So forderten 2009 die Zürcher Jungsozialisten anstelle der klassischen «Ufzgi» eine obligatorische Aufgabenbetreuung an der Volksschule, um die Chancengleichheit bei Kindern zu erhöhen. Im Herbst 2016 forderte auch der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz, Hausaufgaben zu streichen.

Hausaufgaben als Familienstress

Hört man sich bei Eltern schulpflichtiger Kinder um, gelten Hausaufgaben oft als Belastung, als Stressfaktor und sie führen regelmässig zu Streitigkeiten. Kritiker argumentieren zudem mit der Bildungsgerechtigkeit: Gute Schüler bildungsnaher Eltern würden durch Hausaufgaben nicht unbedingt zusätzlich profitieren, schwächere Schüler hingegen würden Stoff, den sie in der Schule nicht verstanden haben, nicht automatisch durch Hausaufgaben begreifen.

Befürworter wiederum sagen, dass Hausaufgaben das selbstständige Lernen und Arbeiten der Kinder fördere. Auch gelinge es nicht allen Kindern gleichermassen, in der Klasse eigenständig Aufgaben zu lösen, Gelerntes zu repetieren und abzuspeichern. Zudem würden Eltern anhand von Hausaufgaben erfahren, was Kinder in der Schule machen.

Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung, sagt: «Es gibt sinnlose und sinnvolle Hausaufgaben. Das Ausmalen von Gemeindewappen gehört eindeutig zur ersten Kategorie.» Transferaufgaben, bei denen gelerntes Wissen auf andere Aufgabenstellungen übertragen wird oder das Lernen von Fremdsprachen-Vokabeln hingegen mache als Hausaufgaben mehr Sinn und sei vielfach individuell auch notwendig. (sb)

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