«Hausgemachte Kuchen und vegetarische Mittagsmenüs»: Bushaltestelle Eichhof soll zum Café werden

Das Bushäuschen bei der Haltestelle Eichhof macht zurzeit einen tristen Eindruck. Doch schon bald soll im denkmalgeschützten Gebäude wieder Leben einkehren.

Robert Knobel
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Der Kiosk ist seit Monaten geschlossen: Die Bushaltestelle Eichhof.

Der Kiosk ist seit Monaten geschlossen: Die Bushaltestelle Eichhof.

Bild Buan Architekten

Schon seit Ende 2019 ist der Kiosk bei der Bushaltestelle Eichhof geschlossen. Doch nun soll der Ort neu belebt werden. Die Stadt Luzern als Eigentümerin des Bushäuschens plant, dort ein Café und einen Quartiertreff einzurichten. Das Baugesuch liegt zurzeit öffentlich auf. Gemäss dem Betriebskonzept soll es in dem neuen Lokal «guten Kaffee, hausgemachte Kuchen, vegetarische Mittagsmenüs, Zeitungen und Hefte» geben. Auch Spezialveranstaltungen wie Kunstausstellungen, Lesungen oder Kochkurse seien möglich. Das Café soll zu einem Treffpunkt fürs ganze Obergrundquartier werden.

Nur der Traforaum von EWL und VBL (links) soll bestehen bleiben. Der Rest des Gebäudes dient künftig dem Café-Betrieb.

Nur der Traforaum von EWL und VBL (links) soll bestehen bleiben. Der Rest des Gebäudes dient künftig dem Café-Betrieb.

Buan Architekten

Um mehr Platz zu gewinnen wird nicht nur die Fläche des ehemaligen Kiosks beansprucht, sondern auch das heutige Depot des Strasseninspektorats (STIL) auf der hinteren Seite des Gebäudes umgenutzt. Entlang der Taubenhausstrasse soll es zudem einen kleinen Aussenbereich zum Sitzen im Freien geben. Wer das Café betreiben wird, ist noch nicht offiziell bekannt. Die Stadt hatte vor einem Jahr eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt, aus der eine Interessengruppe als Siegerin hervorging. Mittlerweile wurde ein Vorvertrag abgeschlossen. Sobald die Baubewilligung vorliegt, soll eine Betreibergesellschaft gegründet und die Pächterin öffentlich bekannt gegeben werden.

Das Gebäude beim Eichhof wurde 1937 von Carl Griot jun. als Tramhaltestelle gebaut und ist heute denkmalgeschützt. Ins Auge fällt insbesondere das Wandgemälde von Alfred Sidler im überdachten Wartebereich. Das Gebäude soll gemäss einem Projekt der Buan Architekten Emmenbrücke sanft und in enger Absprache mit der Denkmalpflege renoviert werden.

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