HAUSTIERE: Jetzt Plätze für die Herbstferien sichern

Wer seine Herbstferien plant, sollte sich schon jetzt um einen geeigneten Platz für Hund und Katze bemühen. Aktuell sind die Tierheime nahezu ausgelastet.

Tamara Lipp
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Sandra Gloor, Inhaberin der Tierpension Hofmatt in Gettnau, spielt mit Border-Terrier-Welpen. (Bild Eveline Beerkircher)

Sandra Gloor, Inhaberin der Tierpension Hofmatt in Gettnau, spielt mit Border-Terrier-Welpen. (Bild Eveline Beerkircher)

Flugticket, Reisepass und Wechselgeld: Alles ist für die Ferien bereit. Doch wer schaut zum geliebten Vierbeiner? Für die Sommermonate gibt es in den meisten Tierheimen fast keine freien Plätze mehr. Dies bestätigt die Tierpension Furrer in Schachen: «Trotz dem ausgebauten Hundehaus können wir kaum noch Tiere aufnehmen», sagt Karin Achermann, diplomierte Tierpflegerin. Ähnliche Worte kommen vom Tierferienhof Willisau: «Wir haben nur noch vereinzelte Plätze frei», bestätigt Tierpflegerin Eveline Hunkeler.

Auch in der Tierpension Hofmatt in Gettnau sind von den 60 Plätzen für Katzen nur noch sehr wenige frei. Bei den 40 bis 50 Hundeplätzen wird es sogar sehr schwierig sein, noch einen Hund mehr unterzubringen. Momentan müssten sie noch keine Tiere zurückweisen, doch die kurzfristigen Anfragen halten an: «Wenn das so weitergeht, können wir schon bald keine Tiere mehr aufnehmen», sagt Sandra Gloor, Inhaberin der Tierpension Hofmatt.

Bei Hunden wird nach Kilo bezahlt

Zwar sind die Sommerferien noch nicht vorbei, trotzdem wird den Tierbesitzern nahegelegt, sich bereits jetzt Gedanken über die Herbstferien zu machen. Ferienzeit bedeutet Hochsaison in den Tierpensionen.

Das führt auch dazu, dass zum Beispiel das Tierheim an der Ron in Root einen Hochsaisonzuschlag zwischen zwei bis fünf Franken auf der Preisliste im Internet aufführt. Die Tierpension Hofmatt gehört hingegen eher zu den preiswerteren Ferienunterkünften für Haustiere: Katzenbesitzer zahlen für ihr Tier pro Tag 15 Franken. «Bei den Hunden geht es ähnlich zu und her wie bei der Metzgerei», sagt Sandra Gloor lachend. Die Preise gestalten sich nach Kilo und bewegen sich zwischen 22 und 30 Franken (siehe Tabelle).

Schnuppertag für Hunde und Katze

Wer seinen Hund oder seine Katze während der Ferien in einem Tierheim abgeben will, sollte an folgende Punkte denken:

  • Frühzeitige Anmeldung: Je früher, desto besser gilt für alle Tierheime. Und das nicht nur, damit der Ferienplatz gesichert ist, sondern damit auch ein Kennenlernen im Vorfeld stattfinden kann. Stresselemente wie auch die Qualität des Heims können so erkannt werden. «Vor allem Tiere, die zum ersten Mal in ein Umfeld mit vielen anderen Tieren kommen, sollten im Vorfeld etwa zwei Tage vorbeikommen. So kann das Tier uns –und wir können das Tier –schon einmal kennenlernen», sagt Karin Achermann von der Tierpension Furrer.
  • Impfungen: Wichtig ist auch zu wissen, welche Impfungen am gewünschten Ferienort verlangt werden. «Das variiert von Tierheim zu Tierheim», sagt Sandra Gloor. Denn in ihrer Tierpension Hofmatt wird zum Beispiel zu der alljährlichen Kombinationsimpfung für Hunde speziell noch die intranasale Zwingerhusten-Impfung verlangt, und Katzen müssen zusätzlich gegen Leukose geimpft werden.
  • Essverhalten: Spezielle Diäten sollten mit der Heimleitung abgesprochen werden und können zu Mehrkosten führen. Zudem sei es von Vorteil bei Katzen, das Futterverhalten und das Lieblingsfutter zu erfahren. «Katzenbesitzer sollten lernen, ihre Katzen zu beobachten, um ihre Vorlieben herauszufinden», meint Gloor.