Hautreizungen wegen schlechter Schulhausluft

Die Luft im Schulhaus Staffeln in Reussbühl kann Hautreizungen verursachen. Messungen ergaben leicht erhöhte Werte von Formaldehyd sowie organische Verbindungen in Holztäfern und Böden. Nun muss saniert werden.

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Ende 2011 haben sich Lernende und Lehrpersonen des Schulhauses Staffeln über Hautreizungen und Unwohlsein beklagt. Wie die Stadt Luzern am Freitag mitteilt, wurden darauf in den Schulzimmern Luftmessungen gemacht wobei leicht erhöhte Werte für Formaldehyd festgestellt wurden. Zu Testzwecken sind inzwischen  in zwei Zimmer entsprechende Filter in die Luftreinigungsgeräte eingebaut worden. Sollten diese Tests positiv verlaufen, werden alle Geräte mit diesen Filtern ausgerüstet.

Schädliche Substanzen in Wänden und Böden

Da die Hautreizungen aber nicht von Formaldehyd in dieser Konzentration verursacht werden können, wurden weitere Unterschungen veranlasst. Die Messungen in drei Zimmern im Mai 2012 haben gezeigt, dass sich mittel- bis schwerflüchtige organische Verbindungen – im Fachjargon SVOC – in der Luft befinden. Die Bodenbeläge und die Holztäfern an den Rückwänden der Schulzimmer enthalten Substanzen wie Benzylbutphtalat oder Diphtalat. Von dort gelangen sie in die Luft, wo sie sich mit Staub verbinden und zu Hautreizungen führen können.

Die Stadt habe nun entschieden, in zwei Zimmern die Täfer zu entfernen und die PVC-Bodenbeläge durch Linoleum-Böden zu ersetzen. Anschliessend werden wieder Luftmessungen durchgeführt. Sollten sie positiv sein, werden während der Herbstferien die restlichen Zimmer saniert.

pd/bep