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Hazel Brugger testet an den «Soorser Comedy Täg» die Grenzen aus

An den Soorser Comedy Täg ist Hazel Brugger vor ausverkauftem Haus aufgetreten. Die Stand-up Comedian trumpfte beim Publikum mit ihrer Vielseitigkeit auf.
Manuela Liem

Hazel Brugger war gemeinsam mit Thomas Spitzer, ihrem Opening Act, nach Sursee gereist. Mit ihrem Programm «Tropical» eröffnete sie am Mittwochabend die Soorser Comedy Täg. Erst sorgte Spitzer dafür, die «Stimmung zum Siedepunkt zu bringen». Er stellte unter Beweis, dass Brugger ihm beigebracht hatte, wie die Einheimischen ihre Stadt «Soorsi» nennen. Nachdem Spitzer die 450 Zuschauer im ausverkauften Stadttheater dazu brachte, für Hazel Brugger aufzustehen, trat die Stand-up Comedian auf die Bühne.

Komikerin Hazel Brugger gestern an den Soorser Comedy Täg. Bild: Roberto Conciatori (Sursee, 16. Oktober 2019)

Komikerin Hazel Brugger gestern an den Soorser Comedy Täg. Bild: Roberto Conciatori (Sursee, 16. Oktober 2019)

Sie stieg ein mit ihrem persönlichen Verhältnis zu Bildschirmen – das Vibrieren ihres Handys und wie sie früher «Wetten, dass…?» geschaut hatte. Moderator Thomas Gottschalk sei ihr grosses Vorbild gewesen. Inzwischen hat sie es selber ins Fernsehen geschafft. Zudem produziert sie zusammen mit Thomas Spitzer eine Late Night Show. Den Surseer Zuschauern erzählte sie, wie sie dafür ein Tier mieten wollte.

«Das Thema Frauenarzt hat mich etwas überfordert»

Wie nah die geschilderten Anekdoten an der Realität sind, dies bleibt der Fantasie der Zuschauer überlassen. Ihre Erzählungen unterstützte Brugger stets mit ausdrucksstarker Mimik und kleineren schauspielerischen Einlagen. So führte sie das Verhalten des Kauzes vor, den sie schliesslich für ihre Sendung gemietet habe. Dies blieb Zuschauerin Lara Blum (14) aus Eschenbach ganz besonders in Erinnerung. «Mein Highlight aus dem ersten Teil war die Vogel-Szene», berichtete sie in der Pause.

Auf fliessende Übergänge verzichtete Hazel Brugger in diesem Auftritt. Dies verkündete sie, nachdem sie unverhofft mitteilte, dass sie die Pille abgesetzt habe. Aus diesem Anlass wusste sie von diversen Frauenarztbesuchen unterhaltsam zu berichten. «Das Thema Frauenarzt hat mich etwas überfordert», meinte dazu Michael Kroha (56) aus Sursee. Die Vorführung bereitete ihm aber trotzdem Freude. Brugger versuchte auch, die Grenzen des Publikums auszutesten, und zeigte dabei, dass sie sich auch vor schwarzem Humor nicht scheut. So meinte sie, dass ein ungeborenes Kind spätestens bei der Geburt mit der Kupferspirale zusammenstossen würde, was wohl eher gefährlich wäre aufgrund des noch nicht zusammengewachsenen Schädels des Kindes. Die Reaktionen aus dem Publikum liessen vermuten, dass für einige die Grenze schon leicht überschritten wurde.

In der zweiten Hälfte der Vorstellung durften einige Seitenhiebe gegen den Kanton Aargau nicht fehlen, indem sie von einem Mittelaltermarkt in besagtem Kanton berichtete: «Am Mittelaltermarkt sind alle so mittelalt. Darum heisst der Markt so.» Pointiert schaffte es Brugger, die Eigenheiten eines solchen Marktes darzustellen. Auch zu einigen Vergleichen zwischen Schweizern und Deutschen liess sich Hazel Brugger, die teilweise in Deutschland lebt, hinreissen. Ihre Familie lebt allerdings in der Schweiz. Auch diese wurde immer wieder thematisiert. Brugger gab auch zu, dass es ihr fehlt, sich mit ihren beiden älteren Brüdern zu prügeln.

Am Ende waren Fragen erlaubt. Dabei konnte Brugger sich nicht mehr genau erinnern, wann sie das letzte Mal in Sursee aufgetreten ist. Ein Zuschauer konnte sich immerhin noch erinnern, dass sie damals die Zeit zwischen Soundcheck und Auftritt spontan mit einem Coiffeurbesuch überbrückt hat.

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