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HC KRIENS-LUZERN: Danke, Boris!

Nach 20 Jahren als Profisportler und 10 Saisons Klubtreue für den HC Kriens-Luzern tritt Boris Stankovic (37) ins zweite Glied zurück. Mit Tränen – und Plänen.
Boris Stankovic in seinem letzten Spiel für den HC Kriens-Luzern. (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 23. April 2017))

Boris Stankovic in seinem letzten Spiel für den HC Kriens-Luzern. (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 23. April 2017))

Roland Bucher

roland.bucher@luzernerzeitung.ch

«Danke, Boris!» Es gab keinen HCK-Betreuer, der Stankovic in den letzten Tagen diesen nichts als ehrlich gemeinten Schulterklopfer verwehrte: «Es ist einfach wunderbar, wie emotional mich die Leute verabschiedet haben», sagt Stankovic dazu. «Ich hatte Tränen in den Augen. Und habe mich dafür nicht geschämt.»

In 302 NLA-Partien hat er in den letzten 10 Jahren für Kriens gekämpft, 1597 Tore geworfen – 5,3 Treffer im Durchschnitt pro Spiel. In der ewigen Torschützenliste figuriert er auf Rang 12. Als Vergleichswert: Nick Christen, der HCK-General und seinerzeit einer der besten Spieler in der Schweiz, beschied sich mit 3,5 Toren je Spiel. «Nichts als Statistik», entschärft Stankovic, «die nicht viel aussagt.» Aber sein Herz, das sei der Indikator: «Es waren zehn wunderbare Jahre mit und in Kriens. Ich würde alles wieder genau gleich machen.»

Boris Stankovic: Leithammel, Antreiber, Reizfigur. Er sei – in einer Hochrechnung, welche Ausstrahlung, Effizienz, Treue, Lohnkriterien umfasse – ohne Zweifel einer der wirkungsvollsten Ausländer gewesen, der je in der Schweiz Handball gespielt habe, urteilt Nick Christen. «Boris war in dieser Dekade massgeblich daran beteiligt, dass wir heute dort stehen, wo wir hinwollten.» In die NLA-Teppich­etage. Bald vielleicht sogar mit dem Meisterpokal in der Hand.

Davon hatte Stankovic immer geträumt: Nie werde er bei Kriens als Handballer aufhören, bevor er den Kübel stemme. Jetzt ist nichts daraus geworden. Aber das sei nur aufgeschoben. «Wenn ich sehe, welch ein Potenzial in Spielern wie Tom Hofstetter, Peter Schramm, Luca Spengler oder Flavio Baviera steckt, bin ich mir sicher: Der Meistertitel ist nur eine Frage der Zeit.»

«Es ist aber auch eine neue Chance»

Noch kämpfe er damit abzugeben, und es sei für ihn nichts als reine Selbstverständlichkeit, das traditionelle Saison-Auslauf-Footing mit Kriens, seinen (Ex-)Kameraden, in den nächsten drei Wochen noch mitzubestreiten.

Dann wird Schluss sein: «Aufzuhören, so schwer es fällt, ist auch eine neue Chance», spürt Boris Stankovic. Neue Pläne, Ideen, Wege gäbe es jetzt abzustecken, viel Zeit für die Familie, seinen Sohn und grössten Fan Luka (4) zu haben. Beruflich Neues anzupacken: «Ich habe einen tollen Job in Aussicht, ich freue mich darauf.» Dem Handball bleibt die Handballlegende natürlich verbunden, mit einiger Sicherheit als Ausbildner im HCK-Nachwuchsbereich. Und als Fan auf der Tribüne: «Ich werde mitfiebern. Und mich an unglaublich viele schöne Momente als Aktivspieler zurückerinnern.» Deshalb noch einmal: «Danke, Boris!»

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