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620 Notrufe und 27 Feuerwehren im Einsatz: Heftige Regenfälle setzten den Kanton Luzern unter Wasser

Land unter im Kanton Luzern: Am Donnerstagabend gingen innert kürzester Zeit unzählige Notrufe bei der Polizei und den Feuerwehren ein. An vielen Orten wurden Strassen geflutet und Keller überschwemmt. Am stärksten betroffen waren die Gebiete Entlebuch, Malters, Luzern und Hochdorf.

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Ein Selfie muss sein! Solch ein Bild bietet sich nicht alle Tage an der Haldenstrasse in Luzern.
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Hochwasser und Überschwemmung auf der Haldenstrasse beim Verkehrshaus: Die Feuerwehr war im Grosseinsatz.
Hochwasser und Überschwemmung nach einem starken Unwetter auf der Haldenstrasse beim Verkehrshaus am Donnerstag, 2. Juli 2020.
In diesem Audi auf der Haldenstrasse steht das Wasser im Fussbereich.
Die Haldenstrasse glich am Donnerstagabend einem kleinen Fluss mitten in der Stadt.
Ein surreales Bild: Dieser Feuerwehrmann bahnt sich den Weg durch die Fluten zu Fuss.
Hochwasser auf dem Littauerberg.
Wo ist denn bitte die Strasse? Auf der Haldenstrasse ist es schlammig und die eigentliche Strasse ist kaum mehr zu erkennen.
Hochwasser und Überschwemmung nach einem starken Unwetter auf der Haldenstrasse beim Verkehrshaus.
Die Feuerwehr hatte viel zu tun am Donnerstagabend. Knöcheltief steht dieser Feuerwehrmann im Wasser.
Land unter vor dem Verkehrshaus in der Stadt Luzern.
Dieser Biker nimmt's mit Humor.
Diese Beiden haben das Unwetter für ein Bad auf der Haldenstrasse genutzt.
Das Unwetter hat eine riesige Überschwemmung auf der Haldenstrasse beim Verkehrshaus verursacht. Autos glichen Amphibienfahrzeugen.
Es hat so heftig geregnet, dass man sogar auf der Haldenstrasse schwimmen gehen konnte.
Die Strasse beim Verkehrshaus war am Donnerstagabend komplett überflutet. Autos gleichen Amphibienfahrzeugen.
Ein einsames Velo bei der überschwemmten Haldenstrasse.
Land unter auf der Haldenstrasse.
Das Auto bei Sempach Station ist im Wasser stecken geblieben.
Wenn man mit dem Zug bei Sempach Station vorbei fährt, bietet sich dieses eindrückliche Bild des stecken gebliebenen Autos.
Die Haldenstrasse wurde vom Unwetter stark getroffen.
Kein Durchkommen mehr auf der Hellbühlstrasse in Malters.
So sah es in Neuenkirch aus.
Gefährlich: Auf der Autobahn A2 bei Rothenburg hatte es ebenfalls viel Wasser auf der Strasse.
So präsentiert sich die Schiffstation Seeburg am Donnerstagabend während dem starken Regen.
In Neuenkirch bildete sich ein See in einem Quartier.
Eindrückliche Bilder aus Neuenkirch.
Die Ron ist auf Höhe Schindler in Ebikon über die Ufer getreten.
Das Unwetter hat diverse Keller und Garagen überflutet: Gaby Blätter mit ihrem Schwiegersohn am Wasser schöpfen im Neuhof Quartier in Emmenbrücke.
Das Unwetter hat diverse Keller und Garagen überflutet: Gaby Blätter mit ihrem Schwiegersohn am Wasser schöpfen im Neuhof Quartier in Emmenbrücke.
Überschwemmung auch auf der Autostrasse Malters-Schachen.
Überschwemmung in Malters.
Überschwemmung in Malters.
Und so sah es an gleicher Stelle am Freitagmorgen aus: Starke Verwüstungen in der Sporthalle Oberei in Malters. Der Bach nebenan konnte die Wassermassen nicht mehr bewältigen. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Das Wasser wird jetzt abgepumpt.
Starke Verwüstungen nach intensiven Regenfällen in der Sportanlage Oberei. Der Fussballplatz steht unter Wasser. Der Bach nebenan konnte die Wassermassen nicht mehr bewältigen.
Das Unwetter vom Donnerstagabend hinterliess bei der Sporthalle Oberei in Malters starke Verwüstungen. Der Fussballplatz steht unter Wasser. Der Bach nebenan konnte die Wassermassen nicht mehr bewältigen.
Heftiger Niederschlag ging auch über Schachen nieder. Bäche treten über die Ufer und über die Felder bilden sich grosse Seen.
Auf diesem Bild ist gut zu erkennen, woher der See auf dem Feld in Schachen stammt.
Eine Tiefgarage stand in Inwil unter Wasser.
Nach dem Unwetter ist Entsorgen angesagt.
Beschädigtes Treppenhaus, nachdem ein Mehrfamilienhaus vom 5. Stock her abwärts überflutet wurde.

Ein Selfie muss sein! Solch ein Bild bietet sich nicht alle Tage an der Haldenstrasse in Luzern.

Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 2. Juli 2020

(stg/rem/fmü) Bei der Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei gingen in der Zeit von Donnerstagnachmittag um 16.30 Uhr bis am Freitagmorgen um 5.15 Uhr 620 Notrufe ein. Insgesamt standen über 800 Angehörigen von 27 Feuerwehren im Einsatz. Am Freitagmorgen waren noch drei Feuerwehren im Einsatz, wie die Luzerner Polizei in einer Mitteilung schrieb. Meldungen über verletzte Personen seien keine eingegangen.

Die Aufräumarbeiten vom Freitagmorgen im Video:

Es mussten Keller, Garagen und Unterführungen ausgepumpt, Geschiebesammler und Durchlässe geräumt werden. Auch der Flugplatz Emmen war gemäss Mitteilung betroffen und stand unter Wasser. Viele Strassen mussten zeitweise wegen Murgängen und Rutschungen gesperrt werden. Besonders stark hat es auch das Würzenbachquartier in der Stadt Luzern getroffen. Strassen standen kniehoch unter Wasser, in ganzen Häuserreihen wurden Keller überflutet.

Überflutung an der Haldenstrasse.

Überflutung an der Haldenstrasse.

Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 2. Juli 2020

Die Haldenstrasse musste wegen Überschwemmungen gesperrt werden. Wie die Feuerwehr der Stadt Luzern auf Anfrage mitteilte, sei sie die ganze Nacht bis am Morgen um 5 Uhr im Einsatz gestanden, bevor die Strasse wieder geöffnet werden konnte.

Die Fahrt im Postauto wurde für einige Passagiere zur Schwimmpartie. «Der Chauffeur behielt vorbildlich die Ruhe – und liess uns barfuss aussteigen», schreibt etwa Leser Mario Lütolf über seine Erfahrungen gegen 18 Uhr am Kreisel Brühlstrasse/Verkehrshaus. Dieses Video zeigt die Wassermassen im Postauto sehr eindrücklich:

Video: Mario Lütolf

In Neuenkirch wurde im Quartier Rippertschwand ein Keller in einem Mehrfamilienhaus komplett geflutet, wie in diesem Video zu sehen ist:

Video: Toni Walpen

In Ebikon ist etwa die Ron über die Ufer getreten und hat Landstriche unter Wasser gesetzt.

Die Ron ist auf Höhe Schindler in Ebikon über die Ufer getreten.

Die Ron ist auf Höhe Schindler in Ebikon über die Ufer getreten.

René Meier, Ebikon, 2. Juli 2020

In Dierikon pumpte die Feuerwehr Wasser aus dem Schulhaus. Zudem war die Strasse zwischen Ebikon und Buchrain infolge Erdrutschgefahr gesperrt. Ein Geologe hat den Hang inspiziert, hiess es am Abend auf Anfrage unserer Zeitung.

In Malters stand der Fussballplatz bei der Sporthalle Oberei unter Wasser. Vom Feld war nichts mehr zu sehen. Es glich einem kleinen See, wie dieses Video vom Freitagmorgen nach dem Unwetter zeigt:

Video: Leserreporter

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Starke Regenfälle in Neuenkirch:

Video: Leserreporter

Video: Leserreporter PilatusToday

Regenfälle in Rothenburg Richtung Rain:

Video: Leserreporter PilatusToday

Schlammfontäne bei der Seeburg in Luzern:

Video: Leserreporter

Unwetter in Ruswil :

Video: Leserreporter PilatusToday

Auch auf der Autobahn A14 zwischen Luzern und Zug ist der Unterschied zwischen Auto und Schiff verschwommen:

Unwetter auf der Autobahn A14 Zug Richtung Luzern:

Video: Leserreporter PilatusToday

Unwetter in Eschenbach

Die Begegnungszone im Unterdorf in Eschenbach mit dem sanierten Dorfbach:

Video: Leserreporter

Polizei mahnt zur Vorsicht

Obwohl sich die Lage derzeit stark beruhigt hat, warnt die Polizei aufgrund der hohen Pegelstände in Flüssen und Bächen vor dem Aufenthalt an Ufern von Gewässern, die Hochwasser führen.

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