Heftiger Streit um Landverkauf in Kriens

Hat sich der Krienser Gemeinderat bei den Verhandlungen um das Mattenhof-Land übertölpeln lassen? Dies argwöhnten die Linken im Einwohnerrat und verlangten Neuverhandlungen – vergebens.

Drucken
Teilen
Auf dem Areal Mattenhof in Kriens ist eine grosse Überbauung geplant. (Bild: Archiv Neue LZ)

Auf dem Areal Mattenhof in Kriens ist eine grosse Überbauung geplant. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ein einziges Traktandum sorgte am Donnerstag im Krienser Einwohnerrat für einen zweistündigen heftigen Schlagabtausch. In dessen Folge musste sich der Gemeinderat happige Vorwürfe gefallen lassen. So sagte etwa Maurus Frey (Grüne): «Das hier geht in Richtung Verhökern.» Was er damit meinte: Die Gemeinde will ein Grundstück nahe der S-Bahn-Haltestelle Kriens-Mattenhof für 4,3 Millionen Franken an die Immobilienfirma Mobimo verkaufen. Mobimo gehört bereits ein benachbartes Grundstück, ein weiteres ist im Besitz der Stadt Luzern. Falls auch Luzern sein Land an Mobimo verkauft, will diese dort übers gesamte Areal die Überbauung Mattenhof realisieren.

Maurus Frey und mit ihm die Fraktion der Grünen/Jungen Grünen war mit dem Verkaufspreis von 800 Franken pro Quadratmeter nicht einverstanden. «Die Gemeinde Horw hat auf einem ihrer Grundstücke einen Verkaufspreis von 10'000 Franken ausgehandelt. Die 800 Franken sind vor den Bürgern nicht zu rechtfertigen.» Man könne doch nicht freiwillig auf einen marktgerechten Preis verzichten, deshalb müsse der Gemeinderat den Preis neu verhandeln.

Gemeindeammann Matthias Senn versuchte, die von links vorgetragenen Vorwürfen zu entkräften. «Mit dem Horwer Grundstück kann man unser Areal im Mattenhof nicht vergleichen, unter anderem, weil dort ein Hochhaus geplant und die viel höhere Nutzungsziffer möglich ist.»

In der Schlussabstimmung fiel das Resultat klar aus: 26 Einwohnerräte stimmten für, sieben gegen den Verkauf.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.