HEIMARZT: Jetzt kommt der Fall vors Obergericht

Der ehemalige Heimarzt des Stadtluzerner Pflegeheims Eichhof wurde im Todespfleger-Fall vom Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Am Dienstag wird der Fall vor dem Obergericht neu aufgerollt. Die Verhandlung ist öffentlich.

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Während einer Orientierung zum Tötungsdelikt im Juli 2001 wurde die Umgebung des Altersheims Eichhof von Polizei und Securitas bewacht. (Archivbild Ruth Tischler/Neue LZ)

Während einer Orientierung zum Tötungsdelikt im Juli 2001 wurde die Umgebung des Altersheims Eichhof von Polizei und Securitas bewacht. (Archivbild Ruth Tischler/Neue LZ)

Ein ehemaliger Pfleger des Betagtenzentrums Eichhof hat zwischen 1995 und 2001 insgesamt 22 betagte Menschen getötet, davon neun Bewohnerinnen des Betagtenzentrums Eichhof.

Der Sohn des letzten Opfers reichte unter anderem Strafklage gegen die Verantwortlichen des Betagtenzentrums Eichhof ein mit der Begründung, die letzte Tötung hätte verhindert werden können, wenn die Polizei früher eingeschaltet worden wäre.

Amtgerichtsurteil weitergezogen
Im Juni 2007 ist der ehemalige Heimarzt vom Amtsgericht Luzern-Stadt wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen und mit einer Busse bestraft worden. Er hat das Urteil des Amtsgerichts an das Obergericht Luzern weitergezogen.

Die öffentliche Verhandlung am Obergericht findet am (morgigen) Dienstag um 8.30 Uhr statt, wie die Sozialdirektion der Stadt Luzern mitteilt.

scd

Zisch hält Sie am Dienstag über den Ausgang der Verhandlung auf dem Laufenden.