Heimkinder: Drei Zentralschweizer Kantone handeln

Nachdem Luzern als erster Kanton die Geschichte seiner Heimkinder aufgearbeitet hat, wollen Uri und Nidwalden nachziehen. Zug und Obwalden hingegen unternehmen nichts.

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Einblick in die Geschichte. Ein Prospekt des Kinderheims Malters im Gemeindearchiv zeigt den Waschsaal des Heims. (Bild: pd)

Einblick in die Geschichte. Ein Prospekt des Kinderheims Malters im Gemeindearchiv zeigt den Waschsaal des Heims. (Bild: pd)

Nachdem Luzern als erster Kanton der Schweiz seine Heimkinder-Vergangenheit aufgearbeitet hat, wollen die Kantone Uri und Nidwalden nun nachziehen. «Nidwalden wird den Alltag und die Erziehung in Kinderheimen im Rahmen des Projekts ‹Nidwaldner Kantonsgeschichte› thematisieren», sagt der Nidwaldner Staatsarchivar Emil Weber.

Ein Opfer eines Luzerner Kinderheimes erzählt. Anlässlich einer Medienkonferenz zu den Vorkommnissen in den Kinder- und Jugendheimen im Kanton Luzern in den 1930er - 1970er Jahren im September 2012 in Luzern . (Bild: Keystone)

Ein Opfer eines Luzerner Kinderheimes erzählt. Anlässlich einer Medienkonferenz zu den Vorkommnissen in den Kinder- und Jugendheimen im Kanton Luzern in den 1930er - 1970er Jahren im September 2012 in Luzern . (Bild: Keystone)

Und Roland Hartmann, Vorsteher des Amts für Gesundheit im Kanton Uri, erklärt: «Die Erkenntnisse aus dem Kanton Luzern werden zum Anlass genommen, um die Erziehungs- und Betreuungsarbeit im Kinderheim Uri näher zu beleuchten.»

Zug und Obwalden hingegen sehen keinen Handlungsbedarf, während in Schwyz das Kloster Ingenbohl die Vergangenheit aufarbeitet.

Christian Hodel

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