Heiratsstrafe soll laut Luzerner CVP bei Prämienverbilligung fallen

Zwar wird im Kanton Luzern die Einkommensgrenze bei der individuellen Prämienverbilligung für Familien angehoben. Doch verheiratete Paare sind laut CVP-Kantonsrätin Gerda Jung schlechter gestellt.

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(pd/avd) Das Bundesgericht hat per Urteil festgehalten, dass der Kanton Luzern die Einkommensgrenze für Familien mit Kindern auf mindestens 54'000 Franken anheben muss, damit Betroffene die individuelle Prämienverbilligung erhalten können. Nun ergibt sich gemäss CVP-Kantonsrätin Gerda Jung (Hildisrieden) die «unschöne Situation», dass verheiratete Elternteile schlechter gestellt werden als unverheiratete.

Bei verheirateten Elternpaaren werden die Einkommen beider Elternteile zusammengerechnet und die Summe als Basis herangezogen. Bei unverheirateten Paaren hingegen kann der Kinderabzug von einem Elternteil geltend gemacht werden und gleichzeitig das mit dem Abzug tiefere Einzeleinkommen der beiden Elternteile als Basis herangezogen werden. Jung fordert nun den Regierungsrat mittels Postulat auf, die Abschaffung dieser Heiratsstrafe zu prüfen.