Heitere-Zeltplatzchef lobt Besucher – und staunt

Die Festivalbesucher haben viel weniger Pavillons zurückgelassen als in den letzten Jahren, berichtet Zeltplatzchef Dirk Stolp. Heikel werde es bei Restejägern – ausser, es handelt sich um richtige Jäger.

Alexander von Däniken
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Der Zeltplatz des Heitere Open Air in Zofingen war in den frühen Morgenstunden am Montag schon fast leergeräumt. (Bild: Pius Amrein, 13. August 2018)

Der Zeltplatz des Heitere Open Air in Zofingen war in den frühen Morgenstunden am Montag schon fast leergeräumt. (Bild: Pius Amrein, 13. August 2018)

Der Zofinger Hausberg gehört nach dem Open-Air-Festival, das am Sonntag zu Ende gegangen ist, wieder der Bevölkerung. Zwischen 30 und 40 Pavillons blieben auch am Montag noch stehen, wie Zeltplatzchef Dirk Stolp berichtet. Das sei viel weniger als in den letzten Jahren. «Offensichtlich zahlt sich die Zusammenarbeit mit den Besuchern aus.» Eine Gruppe hinterliess einen Kühlschrank und ein Sofa – Stolp hat allerdings Adresse und Telefonnummer. Immerhin: Sexspielzeug wie auch schon wurde heuer nicht vergessen.

«Grenzwertig» findet Dirk Stolp aber etwas anderes: Wenn sich nämlich Leute die Hinterlassenschaften anderer unter den Nagel reissen und übers Internet verkaufen. «Das ist nah am Diebstahl.» Unterstützenswert seien hingegen Projekte, die nach Absprache mit den Besuchern und dem OK umgesetzt werden. Dieses Jahr zum Beispiel sammelten Jäger die übrig gebliebenen Zeltplatzstangen. Daraus fertigen sie Fahnen, um in der Nähe von Feldern auf junge Wildtiere aufmerksam zu machen. Im Vorjahr fragten Kindergärtnerinnen nach liegen gebliebenen Zelten für ein eigenes Lager. (avd)

Überraschungen zum «Heitere»-Finale

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Urs-Ueli Schorno