Heizen mit Seewasser: Korporation Vitznau unterstützt Projekt

Im Vitznauer Dorfzentrum soll ein Nahwärmeverbund entstehen. Die Korporation prüft nun eine Beteiligung. Das könnte die Gemeindekasse entlasten.

Niels Jost
Merken
Drucken
Teilen

Die Gemeinde soll sich an einem Nahwärmeverbund im Dorfzentrum stärker beteiligen, fordert der Gemeinderat. Damit sollen Haushalte und Gewerberäume ab 2021 mit Seewasser geheizt und gekühlt werden. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung von Montag, 9. September, 20 Uhr, wird der Gemeinderat die Stimmbürger über das Projekt informieren.

Unterstützung erhält das Vorhaben von der Korporation Vitznau. Diese betreibt bereits im oberen Dorfteil einen eigenen Nahwärmeverbund mit Holz. Der nun geplante Verbund konkurrenziere die Korporation keineswegs, sagt Korporationspräsident Felix Küttel auf Anfrage. Im Gegenteil: «Wir begrüssen solch nachhaltige Projekte.» Insbesondere die Möglichkeit, Gebäude mit Seewasser auch kühlen zu können, gewinne wegen der heisser werdenden Sommer gerade in der Hotellerie an Bedeutung.

Versammlung im Fokus von Energie-Themen

Daher prüft die Korporation derzeit, sich an der «eRiS See AG» zu beteiligen, welche hinter dem Wärmeverbund steht. Für die Gemeinde würde das wiederum bedeuten, dass sie weniger ins Aktienkapital investieren müsste. Das würde der Gemeinderat begrüssen, wie er in der Botschaft zur Gemeindeversammlung durchblicken lässt.

Die Traktandenliste dieser Versammlung ist reich an Themen: Abgestimmt wird über ein neues Energiestadt-Konto, die neue Konzession mit dem Elektrizitätswerk Schwyz, ein neues Parkplatzreglement, die neue Gemeindeordnung sowie einen Kredit für die Ortsplanungsrevision.