HERDENSCHUTZ: Bauern rüsten sich gegen den Wolf

Die Schafhalter im Entlebuch haben Zäune gezogen und Hunde angemietet - damit sie diesen Sommer wieder ruhig schlafen können.

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Im Kompetenzzentrum in Rothenburg werden Herdenschutzhunde geschult. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Im Kompetenzzentrum in Rothenburg werden Herdenschutzhunde geschult. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

38 Schafe hat der Wolf letzen Sommer im Entlebuch gerissen. Jetzt haben die Schafhalter aufgerüstet. Im Gebiet Feuerstein, wo der Wolf vor allem aktiv war, haben sie verschiedene Herdenschutzmassnahmen umgesetzt. So sind pro Herde mit jeweils rund 100 Schafen neu zwei Schutzhunde im Einsatz, die Weiden wurden zum Teil zusätzlich eingezäunt.

Beim Luzerner Schafzuchtverband begrüsst man die Massnahmen - und fordert. «Die Hunde werden nur da eingesetzt, wo die Gefahr am allergrössten ist. Wenn jetzt aber der Wolf auf andere, schlechter geschützte Weiden ausweicht, geht das Ganze von vorne los», sagt Präsident Christian Aeschlimann.

Oliver Hess, Herdenschutzbeauftragter des Bundes für die Zentralschweiz, kennt das Problem. «Es fehlen massiv Gelder, die 830'000 Franken des Bundes für die gesamte Schweiz reichen nicht aus», sagt er. «Luzern ist zwar äusserst fortschrittlich. Der Kanton hat für den Herdenschutz Gelder gesprochen und eine kantonale Stelle geschaffen.» Doch «auch hier ist ein flächendeckender Schutz eine Illusion.»

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag».