HERGISWIL AM NAPF: «Am Karfreitag wurden wir total überrumpelt»

Tausende haben über die Ostertage den mit 2500 Eiern verzierten Bauernhof von Alois Peter in Hergiswil bei Willisau besucht. So viele, dass sich der 51-Jährige fragt, wie es nächstes Jahr weitergehen soll.

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Alois Peter beim Arrangieren seiner Osterdekoration. (Archivbild Guido Röösli/Neue LZ)

Alois Peter beim Arrangieren seiner Osterdekoration. (Archivbild Guido Röösli/Neue LZ)

Es gibt ihn, den Osterhasen. Er heisst Alois Peter und wohnt im Hübeli oben, eingebettet in die Napflandschaft, auf 950 Metern über Meer.

Eier-Kunstwerke
Jahr für Jahr verwandelt der 51-Jährige sein Heim, das ab Hergiswil bei Willisau über einen halbstündigen Marsch oder auch mit dem Auto zu erreichen ist, mit viel Liebe zum Detail in ein riesiges Osternest: Hühner, Hasen, Enten, Schleifen und Blumen sind im Stöckli Oberholz fein säuberlich in Schalen und Beeten zu farbenfrohen Kunstwerken arrangiert. 2500 gefärbte und verzierte Eier, Ausschuss aus einer Brüterei, liegen in zahllosen Osternestern – so viele wie noch nie.

Angefangen hatte alles vor 11 Jahren. «Eigentlich wollte ich mir ja damit einfach selber eine Freude bereiten», sagt der Tapezierer und Geflügelzüchter. «Es war gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.» Doch als ein Bericht darüber im Fernsehen kam, nahm das Unternehmen immer grössere Dimensionen an – Gäste kamen aus allen Teilen der Schweiz und sogar carweise aus dem Ausland. «Dieses Jahr hatten wir so viel Publikum wie noch nie. Am Karfreitag wurden wird total überrumelt.» Das Beizli sei hilflos überlastet gewesen und die Leute hätten zum Teil gar nichts mehr gesehen oder mit dem Auto gleich wieder kehrtum gemacht.

Ein Familien-Werk
«Man fragt sich manchmal schon, wo das hinführen soll», sagt Peter, der bei den anfallenden Arbeiten von seiner Mutter und seiner Schwester unterstützt wird. Nach dem besonders schön verzierten Haus zum letztjährigen 10-Jahr-Jubiläum spüre er natürlich auch einen gewissen Erwartungsdruck. «Man ist halt schon immer versucht, noch ein wenig mehr zu machen. Irgendwann kann man es wohl fast nicht mehr bewältigen.»

Entschädigt werde man jedoch Jahr für Jahr durch die Freude in den Augen der Besucher, die über den betriebenen Aufwand staunen. Auf dem dekorierten Hof habe er schon viele interessante Bekanntschaften machen dürfen. So sei etwa am Ostermontag jemand extra aus Ostdeutschland angereist. «Und am Abend hat jemand aus Kalifornien angerufen, der meine Ausstellung vor ein paar Jahren besucht hatte.»

scd/red