HERGISWIL BEI WILLISAU: Tierschutzverein kastriert 182 Katzen auf Bauernhöfen

182 Katzen und Kater auf 47 Bauernhöfen haben zwischen November und Februar in der Gemeinde Hergiswil ihre Zeugungsfähigkeit eingebüsst. Die Kastrationsaktion sei ein Erfolg gewesen, meldet der Tierschutzverein Kanton Luzern am Dienstag.
Die angeschossene Katze musste vom Tierarzt eingeschläfert werden. (Symbolbild Nadia Schärli / Neue LZ)

Die angeschossene Katze musste vom Tierarzt eingeschläfert werden. (Symbolbild Nadia Schärli / Neue LZ)

100 Katzen und 82 Kater kamen unters Messer. Sie wurden zugleich geimpft und entwurmt. Die hohe Zahl und die Kooperation zeuge von einer zunehmenden Einsicht der Landwirte, dass Kastration sinnvoll sei, um eine Überpopulation von Katzen zu verhindern, schreibt der Verein. 30 Franken pro Katze mussten die Besitzer berappen, den Rest übernahmen der Luzerner Verein, der Schweizer Tierschutz STS und Tierärzte.

Der Tierschutzverein Nidwalden kastrierte bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen Oktober und November in Stans und Alpnach 216 Tiere. Im Winter 2015/2016 wurden bei einer Aktion des Luzerner Tierschutzvereins im Michelsamt an vier Tagen gar 250 Katzen kastriert.

Solche Grossaktionen würden sinnvollerweise im Winter durchgeführt, zumal dann die Katzen nicht rammlig seien, hiess es beim STS. Er geht von schätzungsweise 1,6 Millionen Hauskatzen aus, die in der Schweiz leben. Davon könnten 100'000 Streuner sein. Der STS beteiligt sich jährlich finanziell an der Kastration von über 10'000 Katzen. (sda)

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