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HERGISWIL: Kräuterweg regt Wanderlust an

Das Kräuterdorf lädt zum Wandern und Schlemmen ein: Am Fusse des Napfs gibts neu zwei Wege, die durch den Magen gehen.
Evelyne Fischer
Wer hats erfunden? Im Falle der neuen Kräuterwege bei Hergiswil, gehören Isidor Kunz (links) und Alois Theiler zu den Visionären. (Bild Dominik Wunderli)

Wer hats erfunden? Im Falle der neuen Kräuterwege bei Hergiswil, gehören Isidor Kunz (links) und Alois Theiler zu den Visionären. (Bild Dominik Wunderli)

Evelyne Fischer

Wer sich in China, Chile oder Ägypten ein Ricola in den Mund steckt, lässt sich ein Stück Hergiswil auf der Zunge vergehen: Seit bald 30 Jahren pflanzt Familie Theiler im «Unter-Sack» Kräuter an, die ihren Weg ins braun-glasige Zückerli finden. Darunter etwa Eibisch, Pfefferminze oder Salbei. Schritt für Schritt lassen sich diese und zahlreiche weitere Kräuter nun entdecken: auf zwei Wanderwegen, die nun begehbar sind. «Wir wollen Touristen in die Region locken, für viel Infrastruktur fehlt uns aber das Geld», sagt Isidor Kunz.

Das Potenzial vor der Haustür

Der 69-Jährige gehört zur Tourismusgruppe Hergiswil. Zu jenen «acht Idealisten», die mit ihren Projekten immer mal wieder über den Gartenhag hinausschauen. Bereits organisiert die Truppe Sagenerzählungen oder Goldwaschabenteuer. «Wir müssen das Potenzial nutzen, das vor unserer Haustüre liegt.» Und dies seien mitunter auch jene Kräuter, die von gegen 20 Bauern in der Region angepflanzt werden. Ein Kulturgut, das interessiert, ist Kunz überzeugt. «Die Menschen verspüren den Drang, sich in der Natur zu bewegen und wollen Kräuter wieder vermehrt kennen lernen.»

Auch das Wissen rund um natürliche Heilmedizin sei gefragt. «Wer unsere Kräuterwege besucht, wird diesbezüglich nicht enttäuscht», ergänzt Alois Theiler vom Kräuterhof Unter-Sack, der sich ebenfalls in der Tourismusgruppe engagiert. Was deren Aktivitäten an Gewinn abwarfen, wurde in Sitzbänkli investiert. 16 an der Zahl. Diese sind nun mit Infotafeln versehen und verraten etwa, welch ein Allerweltsmittel sich in Kamille versteckt oder weshalb Spitzwegerich ein Pflaster ersetzen kann. «Die Tafeln geben unterwegs einen guten Einblick in unseren Landwirtschaftszweig», sagt Theiler.

Kostproben aus dem Kräutergarten

Gemäss Kunz flossen rund 33 000 Franken und «unzählige Stunden Fronarbeit» in die ausgeschilderten Wanderwege – 10 000 Franken davon spendete die Schweizer Berghilfe. Die zwei rund einstündigen Touren starten auf dem Hergiswiler Dorfplatz. Entlang der Wigger gehts zur Neuen Napfmilch AG. Eine Verarbeiterin von lokaler Bergmilch, die seinerzeit ebenfalls Biobauer Isidor Kunz initiiert hat.

Wer eine Führung bucht, kann auf dem Rundgang unter anderem Frischkäse kosten – mit Kräutern der Napfregion. Wo diese wachsen, ist auf dem zweiten Rundwanderweg zu sehen, der unter anderem am Schaugarten der Familie Theiler vorbeiführt. Über 100 Kräuter lassen sich sichten – und auf Voranmeldung auch geniessen.

Hinweis

Geführte Wanderung zum Kräuterhof nach Voranmeldung unter Tel. 041 979 12 71 oder Tel. 041 979 01 53. Geführte Wanderung mit Betriebsbesichtigung zur Napfmilch AG nach Voranmeldung unter Tel. 041 979 17 40. Weitere Infos unter www.kraeuterdorf.ch.

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