HERGISWIL: Leuenbergers Frau baut für Superreiche

Bundesratspaar Leuenberger: Er kritisiert Obwalden, sie baut Luxuswohnungen in Nidwalden.

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Beim ehemaligen Seehotel Belvedere in Hergiswil entsteht das neue Wohnhaus. Das Bild zeigt eine Übersicht auf den Bauplatz am See. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Beim ehemaligen Seehotel Belvedere in Hergiswil entsteht das neue Wohnhaus. Das Bild zeigt eine Übersicht auf den Bauplatz am See. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Obwalden plant Sonderwohnzonen für Reiche. Das verleitete Bundesrat Leuenberger dazu, die Politik des Innerschweizer Halbkantons als ein Akt der Apartheid zu geisseln. Aber im benachbarten Hergiswil übernahm seine Gattin als Architektin Planungsarbeiten für eine Luxusresidenz. Die Wohnungen mit wunderbarer Sicht in die Voralpen kosten bis zu 4,2 Millionen Franken.

Moritz Leuenberger stellt sich auf den Standpunkt, dass die Preisbildung von Immobilien über den Markt, also durch Angebot und Nachfrage, zu erfolgen habe. Den Apartheid-Vergleich ihres Gatten und den Vorwurf, dass sie selber an einer Sonderzone für Superreiche mitwirke, möchte Loewensberg nicht kommentieren. Doch ergänzt: «Ich fände es auch schöner, wenn die Wohnungen günstiger wären.»

Durch die Super-Residenz in Hergiswil wird der Bevölkerung immerhin der Zugang zum See nicht verwehrt. Das schreibe das Hergiswiler Bau- und Zonenreglement vor, wie Gemeindepräsident Hans Wicki sagt.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 24. Mai.