HERGISWIL: Nach Geisterfahrt zu Fuss weitergeflüchtet

Weil er einer Polizeikontrolle entgehen wollte, hat ein Autofahrer in der Nacht auf Donnerstag sein Fahrzeug auf der A2 gewendet. Stoppen liess er sich dann erst durch einen Unfall.

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Bei der Autobahneinfahrt Hergiswil im Kirchenwaldtunnel kam es zu einer Kollision. Im Archivbild: Der Kirchenwaldtunnel. (Archivbild/Neue NZ)

Bei der Autobahneinfahrt Hergiswil im Kirchenwaldtunnel kam es zu einer Kollision. Im Archivbild: Der Kirchenwaldtunnel. (Archivbild/Neue NZ)

Im Kirchenwaldtunnel auf der Autobahn A2 machte die Kantonspolizei Nidwalden in der Nacht auf Donnerstag Kontrollen in Fahrtrichtung Gotthard. Wie es in einer Medienmitteilung der Polizei heisst, fuhr um etwa 1 Uhr nachts ein Lenker an die Kontrollstelle heran. Als er die Polizei sah, wendete er sein Fahrzeug und fuhr als Geisterfahrer durch den Tunnel in Richtung Luzern zurück.

Ein Polizeifahrzeug, das zur selben Zeit zur Kontrollstelle fahren wollte, beabsichtigte, den falsch fahrenden Wagen anzuhalten. Wie die Polizei weiter schreibt, sei der Wagen «in halsbrecherischer Art» neben dem quer stehenden Polizeifahrzeug durchgerast, wobei es zu einer Streifkollision kam.

Autoinsassen flüchteten zu Fuss
Der flüchtende Lenker fuhr darauf ein Stück als Falschfahrer in den Zubringer der A8 in das sogenannte Hosenbein. Dabei kollidierte das Fahrzeug mit dem rechten Bankett und erlitt dabei eine Pneupanne. Darauf sei der Wagen abgestellt worden und drei jüngere Personen flüchteten zu Fuss in Richtung Hergiswil.

Die Kantonspolizei hat eine Grossfahndung mit einem Polizeihund eingeleitet. Die drei Personen sind laut Kantonspolizei noch flüchtig.

Verletzt wurde beim Vorfall niemand, der Sachschaden beträgt zirka 5000 Franken. Es wurden jedoch verschiedene Fahrzeuglenker gefährdet. Die Polizei bittet Personen, die Angaben zum Geschehen oder den flüchtigen Personen machen können, sich bei der Kantonspolizei Nidwalden unter der Telefonnummer 041 618 44 66 zu melden.

ana