HERGISWIL: Regierung unterstützt ZB-Doppelspurtunnel

Die Nidwaldner Regierung beantragt dem Landrat, die Motion betreffend der Planung eines Doppelspurtunnels zwischen Hergiswil Matt und Hergiswil Bahnhof teilweise gutzuheissen.

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Zwischen Hergiswil Matt und Hergiswil-Dorf fahren die Züge mitten durch die Wohnquartiere. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Zwischen Hergiswil Matt und Hergiswil-Dorf fahren die Züge mitten durch die Wohnquartiere. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Der Doppelspurausbau und die Tieflegung der Zentralbahn (ZB) in Luzern und Hergiswil ermöglicht ein grösseres Angebot zwischen Luzern, Obwalden und Nidwalden. Gleichzeitig führt dieser Ausbau zu einer Erhöhung der Zugsfrequenzen auf der bestehenden Einspurstrecke in der Gemeinde Hergiswil.

Wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Nidwalden heisst, befürchten nun der Hergiswiler Landrat Maurus Adam und Mitunterzeichnende mehr Zugslärm in Hergiswil. Mit einer Motion forderte er den Regierungsrat im September auf, die Planung eines doppelspurigen Eisenbahntunnels zwischen Hergiswil Matt und Hergiswil Bahnhof voranzutreiben. Damit würde Nidwalden über ein fertiges Projekt verfügen und die Chancen für Bundebeiträge erhöhen.

Belastung durch Kantonsstrasse, Bahn und Autobahn 
In ihrer Beantwortung der Motion hält die Nidwaldner Regierung fest, dass der Doppelspurtunnel in Hergiswil im Agglomerationsprogramm Luzern als Massnahme auf der sogenannten C-Liste enthalten ist. Das heisst, der Tunnel ist ein Projekt, das voraussichtlich später als 2018 zur Realisierung gelangen wird.

Für einen Doppelspurtunnel in Hergiswil sprechen folgende Gründe:

  • Die Umweltbelastungen in der Gemeinde Hergiswil, verursacht durch Kantonsstrasse, Bahnlinie und Autobahn liegen weit über den schweizerischen Durchschnittswerten.  
  • Die erhöhte Fahrplandichte auf dem Streckenabschnitt Luzern-Hergiswil mit bis zu 16 Zügen pro Stunde führe zu Immissionen. Ein derart dichter Fahrplan werde im Normalfall auf einer doppelspurigen Strecke abgewickelt.

Kosten von über 100 Millionen Franken erwartet
Das Agglomerationsprogramm Luzern befindet sich in der Vernehmlassung beim Kanton und der Gemeinde Hergiswil. Die eidgenössischen Räte werden schliesslich entscheiden, ob der Doppelspurtunnel Hergiswil als förderungswürdig eingestuft wird und wann mit Bundesbeiträgen gerechnet werden kann.

Die Machbarkeitsstudie zeigt auf, dass der Bau des Doppelspurtunnels voraussichtlich über 100 Millionen Franken kosten wird, hält die Nidwaldner Regierung fest. Eine Finanzierung des Projektes ohne Beteiligung des Bundes sei nicht realistisch.

Daher beantragt der Regierungsrat dem Landrat, die Motion Adam teilweise gutzuheissen. Nach Ansicht des Regierungsrates soll die Planung ausgelöst werden, sobald der Tunnel in der B-Liste Aufnahme gefunden hat.

ana