HERGISWIL: Regierung will Doppelspurtunnel in der B-Liste

Die Nidwaldner Regierung beantragt beim Bund die Wiederaufnahme des Doppelspurtunnels Hergiswil in die Liste der B-Massnahmen.

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Der Bahnhof Hergiswil. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Der Bahnhof Hergiswil. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Gemäss Prüfbericht des Bundes soll der Doppelspurtunntel in Hergiswil von der B-Liste in die C-Liste versetzt werden. Wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei heisst, wird dieser Vorschlag von der Nidwaldner Regierung entschieden abgelehnt. Ein integraler Doppelspurausbau auf der Strecke Luzern-Hergiswil sei gemäss der Regierung, des Landrats und dem Gemeinderat Hergiswil unabdingbar.

In ihrer Stellungnahme zuhanden des Bundesamtes für Raumentwicklung zum Agglomerationsprogramm Luzern fordert die Nidwaldner Regierung deshalb die Wiederaufnahme des doppelspurigen Tunnels in die so genannte B-Liste die somit zwischen 2015 und 2018 Bau und Finanzreife erlange.

Doppelspurtunnel würde Fahrplan stabilisieren
Die aktuelle Streckengeschwindigkeit (50 km/h) im eingleisig geführten Abschnitt Hergiswil Matt – Hergiswil Bahnhof widerspreche dem Entwicklungsszenario eines modernen Bahnbetriebes. Ab 2014 sollen zudem von Luzern nach Sarnen und Stans zu den Stosszeiten morgens und abends vier Züge pro Stunde und Richtung verkehren. Ein Doppelspurtunnel würde laut Ansicht der Regierung die Stabilität des Fahrplans wesentlich verbessern.

Das Teilprojekt der Zentralbahn in Hergiswil umfasst den Bau einer 500 Meter langen Doppelspurstrecke von der Kantonsgrenze bis Hergiswil Matt. Zudem soll in Hergiswil Matt eine zweite Perronkante realisiert werden.

Der Nidwaldner Landrat hat sich am 23. Januar 2008 ohne Gegenstimme für das Projekt ausgesprochen. Sofern sich die Gemeinde Hergiswil finanziell beteiligt, ist der Kanton bereit, die Mehrkosten für eine gestreckte Linienführung im Abschnitt Hergiswil Schlüssel – Matt zu übernehmen.

ana