HERTENSTEIN: Die Weggiser Pyramiden kommen schlecht weg

Das Hotel Hertenstein wird zurzeit abgebrochen – ein pyramidenähnlicher Bau soll entstehen. Das 175-Millionen-Franken-Projekt kommt bei der Heimatschutzkommission gar nicht gut an.

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Die Pyramiden von Hertenstein: So soll das Hotel nach dem Umbau aussehen. (Visualisierung pd)

Die Pyramiden von Hertenstein: So soll das Hotel nach dem Umbau aussehen. (Visualisierung pd)

Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) kommt in einem am (gestrigen) Mittwoch zugestellten Fachgutachten zum Schluss, dass sämtliche vorliegenden Vorprojekte eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Halbinsel Hertenstein verursachen würden. Sie seien nicht landschaftsverträglich und nicht mit den Schutzzielen des BLN-Objekts vereinbar, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

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Für die Planung eines landschafts- und BLN-verträglichen Projektes empfiehlt die Kommission, noch einmal ein neues Projekt zu erarbeiten. Zunächst müssten das maximal landschaftsverträgliche Volumens/Höhen anhand von Volumenstudien festgelegt werden. Darauf aufbauend müssten die erwartete Nutzung und Verkehrsaufkommen beurteilt werden. Als nächster Schritt wird ein Wettbewerb oder wettbewerbsähnliches Verfahren zur Suche einer landschafts- und BLN-verträglichen Gestaltung und Materialisierung empfohlen. Das jurierte Projekt und allenfalls auch Zwischenprojekte wären dann wieder durch die ENHK zu beurteilen.

Der Gemeinderat Weggis hat das Gutachten dem österreichischen Investor Peter Pühringer zugestellt und ihn zu einer gemeinsamen Besprechung über das weitere Vorgehen im März 2009 eingeladen.

In Auftrag gegeben
Das ENHK-Gutachten war im September nach einer gemeinsamen Sitzung mit Pühringer in Auftrag gegeben worden. Man ist damals übereingekommen, dass alle bisherigen Projekte von der ENHK geprüft werden sollen, wie es weiter heisst. Ebenso wurde von Gemeinderat und Investor festgehalten, dass die Empfehlungen des Gutachtens in die Beurteilung des Projekts und allenfalls in die Projektierung einbezogen werden sollen. Das aktuellste Projekt wurde durch die Bauherrschaft im Dezember 2008 ebenfalls noch an die ENHK nachgereicht. Es wurden unter anderem folgende Fragen an die ENHK gestellt: Ist das Bauvorhaben landschaftsverträglich? Ist das Bauvorhaben mit den für BLN-Gebiete (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung) gültigen Regeln vereinbar?

scd