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Hier soll Velofahren in Kriens
sicherer werden

In den nächsten Jahren sollen in Kriens mehrere Projekte umgesetzt werden, wie der Stadtrat in einer Interpellationsantwort aufzeigt. Vorerst wirken die Finanzen aber als Bremsklotz.
Stefan Dähler
Quelle: Stadt Kriens / Grafik: Martin Ludwig

Quelle: Stadt Kriens / Grafik: Martin Ludwig

Zehn Jahre ist es her, seitdem der Krienser Stadtrat in einem Bericht und Antrag aufzeigte, welche Verbesserungen er im Veloroutennetz anstrebt. Nun zeigt die Exekutive aufgrund einer Interpellation der SP auf, welche Projekte noch anstehen. Hier die wichtigsten Massnahmen im Überblick:

  • Die Querung «Am Mattenhof» soll umgebaut werden, um die Quartiere Schweighof und Mattenhof zu verbinden. «Der südliche Fussgängerstreifen soll näher zum Knoten verschoben und durch eine Velofurt ergänzt werden», teilt Bauvorsteher Matthias Senn (FDP) auf Anfrage mit. Die Kosten werden auf 90'000 Franken geschätzt. Wann die Massnahme umgesetzt wird, ist noch offen. Sie müsse noch abgestimmt werden mit dem später möglichen Projekt der Süd-Allee.
  • Stichwort Süd-Allee: Längerfristig soll die ganze Achse Arsenalstrasse-Nidfeldstrasse velofreundlicher gestaltet werden. «Im Konzept ist die Veloführung auf Velostreifen und kombinierten Bus- und Velospuren geplant. Damit kann die eher kritische gemischte Nutzung auf dem Trottoir mit den Fussgängern behoben werden», so Senn. Der Veloverkehr werde grundsätzlich auf der Strasse geführt, da mit dem Freigleis bereits eine Alternative abseits der Strasse besteht. Der Zeitpunkt der Realisierung stehe ebenfalls noch nicht fest.
  • Allenfalls noch Ende dieses Jahres soll die Umgestaltung der Hergiswaldstrasse öffentlich aufgelegt werden. Auf dem Abschnitt zwischen Restaurant Obernau und der Endstation Obernau ist bergwärts «ein grosszügiger Rad-/ Gehweg vorgesehen», so Senn.
  • Auf der Kantonsstrasse vom Zentrum bis ins Renggloch soll unter anderem bergwärts ein kombinierter Velo- und Fussweg entstehen. Der Kanton hat dafür zwei Projekte erarbeitet: für den Abschnitt Zentrum-Hergiswaldstrasse und für die Rengglochstrasse. Letzteres Projekt kostet 55 Millionen Franken und muss noch in einer kantonalen Volksabstimmung bewilligt werden. Diese soll 2021 stattfinden. Der Baubeginn beider Projekte ist für 2021/2022 geplant, so Senn.
  • Die Veloachse Schachen-/Amlehnstrasse soll mit dem Freigleis verbunden werden. Um die Luzernerstrasse zu queren, ist bei der Lichtsignalanlage Kupferhammer ein ausgeweiteter Radstreifen vorgesehen. Danach verläuft der Weg via Hofstetterstrasse, Grosshofmatte und parallel zur Eichwilstrasse auf dem Trassee des ehemaligen Industriegleises hin zur Arsenalstrasse. Wie Letztere überquert werden soll, sei zurzeit noch in Erarbeitung, so Senn. Die Kosten betragen schätzungsweise rund 1 Million Franken. Die Umsetzung war eigentlich schon in diesem Jahr vorgesehen, aufgrund des Planungsverfahrens musste sie aber auf 2020 verschoben werden.
  • Auch auf der erwähnten Achse Schachen-/Amlehnstrasse soll die Sicherheit für Velofahrer verbessert werden. Dies ist im Gesamtverkehrskonzept so vorgesehen. Wann und wie genau, ist aber noch offen. Die Evaluation der Massnahmen sei in Vorbereitung, so Senn. Ziel sei es, die Achse «besser auf die Erschliessungsbedürfnisse des Quartiers und auf die Funktion als Veloschnellroute auszurichten».
  • Um das alte Krienser Zentrum mit dem Gebiet Luzern Süd zu verbinden, ist im Gesamtverkehrskonzept auf der Schlund- und Friedhofstrasse eine neue Veloschnellroute vorgesehen. Zeitpunkt der Realisierung ist noch offen. Das gilt auch für den Bogenweg, der den Mattenhof mit dem Pilatusmarkt und Horw verbinden soll.
  • Weiter soll Tempo 30 auf der Bergstrasse, Himmelrichstrasse sowie der Zumhofstrasse für mehr Sicherheit sorgen. Auch diese Massnahme ist bereits im Gesamtverkehrskonzept enthalten.

Bei vielen Projekten dürfte es noch einige Jahre dauern, bis sie realisiert sind. Dabei spielen auch die knappen Krienser Finanzen eine Rolle. «Durch die Budgetvorgaben für das Jahr 2020 können keine grösseren Projekte für die Verbesserung der Verkehrssicherheit umgesetzt werden», schreibt der Stadtrat in der Interpellationsantwort. Das Ziel, den Anteil an Fussgängern und Velofahrern im gesamten Verkehrsaufkommen zu steigern, werde sich daher verzögern.

Gesamtverkehrskonzept Kriens

Das Gesamtverkehrskonzept Kriens (GVKK) steht im Zeichen einer «nachhaltigen Verkehrsentwicklung» der Stadt. Das Konzept soll innerhalb der nächsten 15 Jahre schrittweise umgesetzt werden. Zu ihm gehören ganz unterschiedliche Massnahmen wie Tempo-30-Zonen, Promenaden, Veloschnellrouten und Vereinfachung des Verkehrsregimes. Ein Ziel des GVKK ist es, den Stellenwert des ÖV, des Fuss- und des Veloverkehrs zu erhöhen. Das Konzept ist eng abgestimmt auf die Projekte, die bereits im Gesamtverkehrsprojekt des Dachverbandes LuzernPlus definiert wurden.

Ende 2018 nahm der Krienser Einwohnerrat das GVKK zustimmend zur Kenntnis – mit 14 zu 8 Stimmen. Je nach Umfang des jeweiligen Projekts wird der Einwohnerrat noch einmal separat darüber befinden. (sma/std)

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