16. Adventsfenster: Hier trifft das Friedenslicht aus Bethlehem in der Stadt Luzern ein

Feierlicher Empfang am Sonntagabend auf dem Europaplatz: Hunderte setzten ein Zeichen für den Frieden.

Sandra Monika Ziegler
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Ankunft des Friedenslichts beim Schiffssteg am Europaplatz vor dem KKL.

Ankunft des Friedenslichts beim Schiffssteg am Europaplatz vor dem KKL.

Eveline Beerkircher, Luzern 15. Dezember 2019

Das internationale Ritual erreichte am Sonntag auch die Stadt Luzern: das Friedenslicht. Bereits vor dem Eintreffen des Lichts versammelten sich Hunderte auf dem Europaplatz und genossen die Adventsmusik, gespielt von Kleinformationen des Musikvereins Hergiswil NW.

Seit 1993 wird dieser konfessionell unabhängige Brauch vom Verein Friedenslicht Schweiz organisiert. In Luzern kam das Licht aus Bethlehem erstmals im Jahr 2016 an. In der Schweiz gibt es nebst den Hauptstützpunkten Basel, Zürich, Fribourg, Lugano und Luzern inzwischen bereits über 200 weitere Orte, die bei dieser Aktion mitmachen.

Wenn alle es tun, wird es heller

Per Schiff kam am Sonntag gegen 17.30 Uhr das Licht von der Hofkirche her über den See. Der Gedanke hinter der Aktion ist so simpel wie sinnstiftend, schreibt der Verein: «Ein kleines Licht anzünden, ist nicht viel, aber wenn es alle tun, wird es heller.» Es soll Menschen jeden Alters, Einsame, Gesunde, Kranke oder Behinderte jeder Hautfarbe, Religion und Kultur verbinden. Das diesjährige Motto lautet: «Achtsam sein». Die Spendenaktion wurde 1986 durch den Österreicher Helmut Obermayr im ORF ins Leben gerufen. Seither wird das Licht, das in der Geburtsgrotte in Bethlehem von einem Kind entzündet wird, mit einer speziellen Laterne mit dem Flugzeug nach Wien gebracht. Von dort aus wird das Licht von Hand zu Hand weiter gereicht und erreicht so weltweit 30 Länder.




Eveline Beerkircher, Luzern 15. Dezember 2019

Ein Teil des Erlöses aus dem Kerzenverkauf sowie die vollumfänglichen Spenden gehen direkt an die Stiftung Denk an mich, die dieses Jahr das Patronat übernommen hat.