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Make-up-Wettbewerb in Luzern: Hier wurde dick aufgetragen

Am ersten internationalen Make-up Wettbewerb im Hotel Schweizerhof präsentierten Newcomer und Professionelle ihre Kreationen. Manchen konnte es nicht extravagant genug sein.
Larissa Haas
Das Hotel Schweizerhof stand am Sonntag im Zeichen der Kunst - und zwar jener auf weiblichen Gesichtern. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)

Das Hotel Schweizerhof stand am Sonntag im Zeichen der Kunst - und zwar jener auf weiblichen Gesichtern. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)

Gestern stand das Hotel Schweizerhof ganz im Zeichen von «Illusion Art». Frei übersetzt: die Kunst der Illusion. Man kann das Motto drehen und wenden – der Interpretationsspielraum ist gigantisch. Und das haben die Insgesamt 13 Newcomerinnen sowie 15 professionelle Make-up-Artistinnen mit ihren Kreationen bewiesen. Sie benutzten den weiblichen Körper als künstlerische Leinwand, die in den meisten Fällen bunt bemalt war, filigrane Zeichnungen trug und manchmal gar bestückt war mit Plastikblumen, Pailletten oder Muscheln.

Während in der Kategorie Newcomer vor allem Schweizer Make-up-Artistinnen ihr Können vor der vierköpfigen Jury präsentierten, glänzte die Kategorie der Professionellen mit seiner Internationalität: Die Künstler waren aus Italien, Finnland, Deutschland und Israel für den Wettbewerb nach Luzern gereist. Sie alle hatten zwei Stunden Zeit, um ihre Idee zum Motto «Illusion Art» an ihrem Modell umzusetzen.

Im Hotel Schweizerhof fand am Sonntag ein Internationaler Make-up-Wettbewerb statt. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Die Models werden vor der Modeschau von Profi-Kosmetikerinnen geschminkt. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Die extravagant geschminkten Gesichter bedurften eines grossen Aufwands. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Zahlreiche Teilnehmer massen sich am internationalen Wettbewerb. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Geschminkt wurde nicht nur das Gesicht, der ganze Körper wurde zum Objekt. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Stillhalten: Ausdauer ist eine Fähigkeit, die wohl jedes Model haben muss. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Die Stylistin lässt ihrer Kreativität freien Lauf. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Alles muss bis ins letzte Detail stimmen. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Für einmal macht es nichts, wenn die Farbe nicht nur auf den Nägeln haften bleibt. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Zahlreiche Utensilien haben die Teilnehmer an den Wettbewerb mitgebracht. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Zuweilen sieht es aus, als wären Künstler vor Ort. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
Weitere Impressionen vom Make-up-Wettbewerb im Hotel Schweizerhof. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 27. Januar 2019)
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Make-up-Wettbewerb: Wenn das Gesicht zur Leinwand wird

«Eher bühnen- als alltagstauglich»

Dabei wurde nicht nur das Gesicht, sondern auch Haare und Outfit des Modells themengerecht inszeniert: «Das Make-up steht zwar im Fokus, doch letztlich ist es das Gesamtkonzept, das zählt», sagt die «Newcomerin» Rahel Durrer. Die Luzernerin ist gelernte Fotografin und hat sich in Zürich zur Make-up-Artistin ausbilden lassen. Sie interpretierte das vorgegebene Motto mit der kunstgeschichtlichen Epoche des Jugendstils und kreierte aus ihrer langjährigen Freundin, die heute ihr Wettbewerbsmodell war, eine barocke Bronzestatue mit filigranem Blumenschmuck, gekleidet in einem weiss-goldenen Kostüm. Ihre Kreation ist, wie die ihrer Konkurrentinnen auch, «definitiv eher bühnen- als alltagstauglich».

Trotz der Extravaganz ihrer Kreation hat Durrer an ihrem Credo des Alltags festgehalten: Weniger ist mehr! «Ich hätte locker noch mehr Farbe auftragen können, doch das hätte zu plastisch gewirkt», sagt sie und fügt an, dass sie täglich Frauen begegne, die «jemanden sein wollen, den sie nicht sind». Frauen sollen sich nicht an Promis orientieren, sich schon gar nicht bei YouTube-Schminkanleitungen Tipps holen, das sei unnatürlich und künstlich. Ein Make-up solle stattdessen die weibliche Schönheit «herauskitzeln» – und dafür reiche meist eine Feuchtigkeitscrème und etwas Make-up oder ein wenig Lippenstift. Rahel Durrer appelliert deshalb: «Frauen, seid natürlich!»

Make-up für Männer?

Alles andere als natürlich ist etwa die von ihrer Konkurrentin Dione Bucheli-Dodd geschaffene «Cyber Woman». Auch sie hat für den Wettbewerb eine gute Freundin mit ins Boot geholt und aus ihr eine futuristische Kunstfigur geschaffen. «Das vorgegebene Motto assoziiere ich mit unserer digitalen Welt von heute, in der Künstliches plötzlich real wird», sagt sie. Wäre sie auch imstande gewesen, einen «Cyber Man» zu inszenieren? «Tatsächlich gibt es heutzutage immer mehr Männer, die sich schminken», sagt Bucheli-Dodd und fügt an: «Auch ich kenne einige, die etwa Augenringe abdecken oder den Teint korrigieren.» Allerdings sei dies in der Schweiz noch relativ selten. Ob Make-up für Mann oder Frau – ein Blick auf die Teilnehmerliste zeigte, wer heute das Feld der Make-up-Artisten dominiert: Es sind die Frauen. In keiner Kategorie war ein Mann vertreten, ein Phänomen, das Bucheli-Dodd kaum überraschte. Die Rothenburgerin lässt sich momentan bei der Marguerite Geberhardt Make-up-Schule in Luzern zur Make-up-Artistin ausbilden und sagt, dass auch ihre Klasse weiblich dominiert sei. Anders sehe es jedoch in der «ganz hohen Liga» aus, sagt sie: «Die besten Make-up-Artisten der Welt sind die Männer!»

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