HIFLYER-PROZESS: «Dem Ballonpiloten geht es sehr schlecht»

Verkehrshaus-Direktor Daniel Suter wird den Unglückspiloten nächsten Dienstag nach Bellinzona begleiten. Er verrät, was er dabei empfindet.

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Daniel Suter, Direktor des Verkehrshauses. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

Daniel Suter, Direktor des Verkehrshauses. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

Daniel Suter, wie geht es eigentlich dem Unglückspiloten, der nun als Einziger auf der Anklagebank sitzt?
Daniel Suter: Ihm geht es schlecht. Der Mann ist ein super Typ. Man muss sich das mal vorstellen: Er hat bei uns einen tollen Job gemacht. Er ist eine wirklich verantwortungsvolle Person. Dann passiert plötzlich ein solches Unglück. Heute ist er ein Schatten jener aufgestellten Person, als die ich ihn kennen gelernt habe. Das bedrückt mich. Das ist ein Drama.

Wie unterstützt das Verkehrshaus den Piloten?
Suter: Persönlich habe ich ihn schon länger nicht mehr gesehen. Ich bin aber in permanentem Kontakt mit ihm. Sein ehemaliger Chef ist dabei die Kontaktperson, der Verbindungsmann.

Mit welchem Gefühl sehen sie dem Prozess in Bellinzona entgegen?
Suter: Für mich stellt der Prozess den Abschluss der Hiflyer-Geschichte dar, die seit vier Jahren andauert. Ich wünsche mir, dass es für alle Beteiligten ein guter Abschluss wird. Ich werde den Piloten zusammen mit dem Anwalt nach Bellinzona begleiten und ihm zur Seite stehen. Auch wenn ich nur auf den Zuschauerrängen sitzen kann, ein wenig mulmig ist mir dabei schon.

Befürchten Sie negative Auswirkungen aufs Verkehrshaus, wenn nun die ganze Sache wieder in einem nationalen Prozess zum Thema wird?
Suter: Nein. Das Ereignis liegt hinter uns. Wir schauen in die Zukunft. Es herrscht eine positive Aufbruchstimmung. Ich denke nicht, dass das Verkehrshaus seit dem Unfall in der Öffentlichkeit anders wahrgenommen wird.

Wie sieht es mit den Besucherfrequenzen aus?
Suter: Auf diese hatte das Ereignis keine Konsequenzen. Die sind seit dem vierten Jahr steigend. Und wir zählen heute 875'000 Besucher pro Jahr.

Interview Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.