HIGHFLYER PROZESS: Hiflyer ist ein Fall fürs Bundesgericht

Der Unfall mit dem Fesselballon «Hiflyer» beim Verkehrshaus in Luzern wird auch das Bundesgericht beschäftigen. Der Anwalt des wegen fahrlässiger Tötung verurteilten Piloten will den Fall an das Gericht in Lausanne weiterziehen.

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Die Szene kurz nach dem Unfall. Archivbild. (Bild Guido Röösli/Neue LZ)

Die Szene kurz nach dem Unfall. Archivbild. (Bild Guido Röösli/Neue LZ)

Der schwere Unfall hatte sich am Nachmittag des 23. Juli 2004 zugetragen. Trotz starken Winden stieg der Ballonführer mit einer indischen Reisegruppe auf. Als der Ballon auf rund 40 Meter Höhe war, wurde er von starken Windböen erfasst und gegen Gebäude des Verkehrshauses geschleudert. Dies hatte zur Folge, dass sich eine Bodenplatte der Passagiergondel löste und eine Touristin in die Tiefe in den Tod stürzte. Mehrere Personen wurden beim Unfall verletzt.

 

Im September 2008 verurteilte das Bundesstrafgericht den verantwortlichen Ballonfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu einer bedingten Geldstrafe von 7650 Franken. Wie der Anwalt des Ballonführers auf Anfrage erklärte, akzeptiert sein Mandant dieses Urteil nicht. Er will dagegen demnächst eine Beschwerde beim Bundesgericht einreichen. Der Anwalt fordert für den Ballonführer einen Freispruch.

 

ap