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HILDISRIEDEN: Christian Ineichen wird Präsident der Luzerner CVP

Die CVP-Kantonalpartei steht unter der neuen Führung des Marbachers Christian Ineichen. Seine Wahl ging allerdings nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne.
Der neue CVP-Kantonalpräsident Christian Ineichen (39) erhält Gratulationen von Delegierten. (Bild: Corinne Glanzmann, Hildisrieden, 27. April 2017)

Der neue CVP-Kantonalpräsident Christian Ineichen (39) erhält Gratulationen von Delegierten. (Bild: Corinne Glanzmann, Hildisrieden, 27. April 2017)

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

«Ich will mit euch an die Spitze.» Kein geringeres Ziel setzt sich Christian Ineichen (39). Der Marbacher wurde am Donnerstag von den 290 CVP-Delegierten in Hildisrieden fast einstimmig zum neuen Präsidenten der Kantonalpartei und damit zum Nachfolger von Pirmin Jung (48) aus Eschenbach gewählt. Auch ohne Exekutiv- oder Parlamentserfahrung kenne er die Partei «durch und durch». Am Herzen liege ihm der Nachwuchs: Es müsse der CVP gelingen, die Jungen einzubinden.

Vor der Stabübergabe kam kurz Aufregung auf: Silvio Bonzanigo, früherer Luzerner CVP-Grossstadtrat, wollte per Ordnungsantrag die Wahl verschieben. Ineichen überzeuge nicht, der Prozess der Kandidatenauslese sei suboptimal geführt worden (Ausgabe vom 22. April). Bonzanigo fragte unter Pfiffen: «Verkörpert ein 39-jähriger Junggeselle die DNA der CVP als Familienpartei?» Seiner Meinung nach wäre Nationalrätin Andrea Gmür die richtige Kandidatin gewesen. In ihrer Replik hielt diese aber fest, sie stehe für das Präsidium «nicht zur Verfügung» und empfahl Ineichen zur Wahl, Bonzanigo scheiterte haushoch.

Gegen Kürzung, für höhere Steuern

Zuvor hatten sich die Delegierten mit 174 Nein- zu 113 Ja-Stimmen gegen die Halbierung der Kantonsbeiträge an die Musikschulen ausgesprochen. Durch die Kürzung rechnet der Kanton ab 2018 mit jährlichen Einsparungen von 1,8 Millionen Franken. Priska Wismer (Rickenbach) gehörte zu den sieben Kantonsräten, die sich als Minderheit der CVP-Fraktion im Parlament gegen die Kürzung ausgesprochen hatten. Musik sei in ihren Augen «kein Luxus», sondern «eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung», sagte sie bei der Präsentation der Vorlage. Es sei unklar, welche Gemeinden den Fehlbetrag an die Eltern weitergeben würden. Dies könne nicht im Sinne der CVP sein, die «für Familien einsteht». Die Mehrheit der Votanten pflichteten ihr bei. Anders sah dies CVP-Kantonsrat Gianmarco Helfenstein (Horw). Er lehne es ab, einzelne Massnahmen aus dem Konsolidierungsprogramm KP 17 herauszubrechen. «Viele andere Kultur- und Sportvereine kennen auch keine solche Unterstützung.»

Keinen Diskussionsbedarf gab es bei der kantonalen Vorlage zur Steuererhöhung. Die Meinung war deutlich: Mit 260 Ja zu 23 Nein empfiehlt die CVP, die Erhöhung des Steuerfusses von 1,6 auf 1,7 Einheiten anzunehmen. Die Delegierten folgten damit der Haltung von CVP-Kantonsrätin Yvonne Hunkeler (Grosswangen), die sagte: «Die Steuererhöhung ist der verantwortungsvollste Weg, den wir gehen können.» 64 Millionen dürfte diese in die Kasse spülen. In der «Höhle des Löwen» hatte zuvor SVP-Kantonsrätin Angela Lüthold (Nottwil) dazu aufgerufen, nicht am Steuerfuss zu rütteln. Denn: «Steuererhöhungen lösen das Problem nicht. Das haben die letzten drei Sparpakete gezeigt.»
Deutlich wurde die Ja-Parole auch fürs nationale Energiegesetz gefasst: 251 Delegierte befürworteten die Vorlage, 32 waren dagegen. Die Pro-Argumente hatte der Obwaldner CSP-Nationalrat Karl Vogler geliefert, die Contra-Seite vertrat der Zürcher SVP-Nationalrat Claudio Zanetti.

Christian Ineichen nach seiner Wahl als neuer CVP Präsident Luzern

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