HILDISRIEDEN: «Es farbigs Fäscht mit sportliche Gäscht»

Der Höhepunkt des Bots der Götschizunft war die Wahl und Inthronisation des 77. Zunftmeisters der örtlichen Fasnachtszunft. Ivo und Petra Berchtold-Zemp freuten sich über die zahlreichen Gratulationen sehr.

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Nach dem Marsch auf der Dorfstrasse zum Roten Löwen, begleitet von der Musikgesellschaft traf man sich vor dem Roten Löwen. Kaum war der Wechsel ins neue Jahr vollzogen, ertönte auch schon der Wachruf zur heurigen Fasnacht 2014. Im Löwensaal begrüsste Präsident Oliver Rüttimann die 115 zünftigen Männer, gratulierte dem „Geburtstagskind“ von gestern, Fredu Fleischli , und dem von heute, Alois Estermann, Schmiede und gedachte der im letzten Jahr Verstorbenen, Dieter Kern und Albin Estermann.

Rückblick

In der farbig unterstützten Präsentation liess der Präsident die „Gmüeser-Party 2013“ und das ganze Drumherum unter Zunftmeisterfamilie Walter IX und Beni Aecherli-Müller noch einmal aufleuchten. Er dankte allen Chargierten dieses Jahres für ihr Engagement, das zum guten Gelingen des Zunftjahres einiges beitrug. Er dankte u.a. den Restaurants für ihr Wohlwollen, vor allem der Familie Wieser- Roos für die gespendeten Makronen für alle an der Dorffasnacht. Einen speziellen Dank liess er den Gemahlinnen oder Freundinnen der Zunfträte ausrichten, die mit Rat und Tat die Männer an der „Front“ unterstützten. Das noch vom alten Schreiberling verfasste Protokolle des letzten Bots verlas Adi Jund zügig und bestand so seine Feuerprobe.

Mike Shiva

Nach der Pause bekamen die Anwesenden Einblick in das Stammtischpalaver im „Restaurant Ochsen“ von Traselinge. Auch das aktuelle Hildisrieder Thema kam zur Sprache, ob wohl das Geheimnis um den neuen Zunftmeister irgendwo durchgesickert sei. Aber auch eine gewisse, gewichtige anwesende Frau, die eigentlich (fast) immer von allen Hildisrieder Neuigkeiten Kenntnis hat, wusste nicht weiter. Sie hatte aber jemanden gerufen, der das Geheimnis vorzeitig lüften könnte. Unter Schall und viel Rauch, trat „Mike Shiva“ auf die Bühne mit Wahrsagerkugel und -karten. Zu allen Fragen der Stammtischrunde hatte er diffuse, nicht viel sagende Antworten. Als in einem Nebensatz vom Zunftmeisterwahl- und Berchtoldstag die Rede war, schoss auf das Stichwort Berchtold wie von einer Tarantel gestochen Mike Shiva auf, packte die Spiegelkugel, welche ihn durch den Saal zog, bis sie den Wahrsager anhielt bei einem gewissen Herrn Berchtold mit Vornamen Ivo. Der tobende Applaus bezeugte, dass es alle Anwesenden geschnallt hatten. Im Nu wurde er hinter dem Vorhang in Schale gestürzt und nach zwei, drei Augenblicken traten der frischgebackene Zunftmeister Ivo, der erste, und bald auch seine Gemahlin Petra ins Publikum.

Übergabe der Insignien

Der noch amtierende Statthalter Alois Galliker nahm dem Fasnachtsfürsten 2013, Walter Aecherli die Insignien: Hut (Stolz) Szepter (Macht) und Kette (Zusammengehörigkeit) ab , bekleidete damit den neuen, noch nicht 45-jährigen Zunftmeister und setzte ihn so in Amt und Ehren. In seiner Inthronisationsrede dankte Fasnachtsfürst Ivo I für`s Vertrauen und verkündete das Motto der Fasnacht 2014: „Es farbigs Fäscht mit sportliche Gäscht“. Nach den Ständli der Musikgesellschaft und der „Lüütertüter Höudisriede“, dirigiert von Philipp Gisler, Kusi Banz und von wem wohl noch? dislozierte ein grosser Teil der zünftigen Männer, die den Zunftbatzen abgeliefert hatten, in den Sonnenrain 8, wo eine offene Garage und ein geheiztes Zelt zum kulinarischen Ausklang bis in die Morgenstunden bereitstanden.

pd/eba