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HILFE: Plüschtiere reisen von Horw nach Chile

Ein Paar hat 342 Plüschtiere gesammelt. Diese werden nun an arme chilenische Kinder verschenkt – wenn auch mit einigen Monaten Verspätung.
Die Initianten Markus Wittmer und Natalia Raimil inmitten ihrer gesammelten Plüschtiere, die sie eigentlich bereits zu Weihnachten verschenken wollten. (Bild: Corinne Glanzmann / LZ)

Die Initianten Markus Wittmer und Natalia Raimil inmitten ihrer gesammelten Plüschtiere, die sie eigentlich bereits zu Weihnachten verschenken wollten. (Bild: Corinne Glanzmann / LZ)

Eigentlich sollten es Weihnachtsgeschenke für chilenische Kinder werden. So stellten es sich Markus Wittmer und Natalia Raimil aus Horw zumindest vor, als sie anfingen, Marken des Grossverteilers Coop für den Erwerb von Plüschtieren zu sammeln. Die Motivation war klar: «Wir leben hier gut und haben viel», sagt Markus Wittmer.

Die nötigen Formalitäten und das Organisieren des Transportes nahmen jedoch mehr Zeit in Anspruch als anfangs gedacht. Doch nun ist es so weit: Am 1. September treten die 342 Plüschtiere in 57 Paketen verpackt ihre lange Reise nach Valparaiso in Chile an. Die Übergabe findet am Freitag beim Einkaufszentrum Pilatusmarkt in Kriens statt.

14 000 Marken mussten eingeklebt werden

Die Marken sammelten Markus Wittmer und Natalia Raimil vor einer Filiale in der Luzerner Altstadt. «Wir fragten die Kunden direkt, ob sie uns die Märkli geben würden, und erklärten auch wofür.» Bald mussten sie einsehen, dass sie so nirgends hinkamen. Auch Aufrufe über Facebook waren nicht ergiebig, so Wittmer. Sie überdachten ihr Vorgehen, fertigten Plakate an und erstellten Sammelboxen mit Unterstützung zweier Filialleiter und ihren Mitarbeiterinnen. Vom «Brändi» Horw erhielten sie dann zusätzliche Unterstützung, um die gesammelten Marken in die dafür vorgesehenen Büchlein zu kleben, waren es doch über 14 000 an der Zahl.

Starker Bezug zu Chile

Um Hilfe für den Transport der Plüschtiere nach Chile zu erhalten, hat das Paar weitere Firmen angefragt. «Denn es war klar, dass wir für den Transport nicht noch zahlen konnten», sagt Wittmer. Zugesagt hat am Ende United Parcel Service (UPS), ein weltweit führendes Logistikunternehmen, das nun die Kosten übernimmt. So werden die Plüschtiere über den Land- und Luftweg von Kriens über Basel zum UPS-Airhub am Flughafen Köln-Bonn und weiter über die Vereinigten Staaten nach Chile transportiert.

Dass die Tiere in Chile und nicht etwa in der Schweiz oder in einem anderen Land verschenkt werden, hat seinen guten Grund. So stammt Natalia Raimil selbst aus Chile. Weiter hat sie für die internationale Hilfsorganisation Unbound gearbeitet. Die Organisation unterstützt in Chile armutsbetroffene Kinder. «Da habe ich gesehen, wie Menschen am Rande der Gesellschaft leben», sagt Raimil.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernernachrichten.ch

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