HIMMELRICH 3: Abbruch: ABL räumt Kommunikationsfehler ein

Mit «allergrösster Wahrscheinlichkeit» können die Wohnungen der Luzerner Siedlung Himmelrich 3 nicht erneuert werden: Die Details dazu erfuhren einige der betroffenen Mieter aus der Zeitung.

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Die Häuser in der Siedlung Himmelrich. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Häuser in der Siedlung Himmelrich. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Zeitgerecht und offen zu informieren ist seit vielen Jahren unser Bemühen», schreibt Geschäftsleiter Bruno Koch im Editorial der neuesten Ausgabe des Mietermagazins der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern (ABL). Es sei «ärgerlich», dass die Presse mit der Berichterstattung zur Erneuerung der Siedlung Himmelrich 3 der Baugenossenschaft zuvorgekommen sei. Geplant sei nämlich gewesen, in der nun herausgekommenen November-Ausgabe erstmals ausführlicher über das Grossprojekt zu informieren.

«Objektiv und richtig» berichtet
Die «Ungeschlicklichkeit» in der «medial schnellen Welt» habe «einige wenige» Reaktionen ausgelöst – denn nicht alle Mieter waren zu jenem Zeitpunkt bereits über die aktuellen Stand der Dinge informiert gewesen: «Ein erboster Genossenschafter und gewesener Mieter wünscht der ABL in einer E-Mail mehr Professionalität.» Angelehnt an einen Aphorismus von Marie von Ebner-Eschenbach, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts, verspricht Koch, aus den gemachten Fehlern zu lernen. Auf jeden Fall sei in der Presse «objektiv und richtig und in keiner Weise auf Polemik ausgerichtet» informiert worden.

Der Neubau der Autoeinstellhalle an der Claridenstrasse in den Jahren 1994/95 habe dazu geführt, dass die über 80 Jahre alten Häuserzeilen Heimatweg und Claridenstrasse in eine «wahrscheinlich nicht korrigierbare» Schräglage geraten seien, wie es im nachfolgenden Artikel zum Thema heisst. «Mit allergrösster Wahrscheinlichkeit» liessen sich deswegen die 235 Wohnungen und mehreren Gewerbelokalitäten der Siedlung Himmelrich 3 – im Gegensatz zum Himmelrich 1 und 2, wo eine Sanierung derzeit am Laufen respektive bereits abgeschlossen ist – nicht erneuern, so der Artikel weiter.

Baubeginn «frühestens» 2014
Momentan würden die Vorbereitungen für einen schweizweit auszuschreibenden Architekturwettbewerb getroffen, bei dem 15 bis 20 Architekturbüros zum Wettbewerb eingeladen werden. Verläuft alles planmässig, sollte das Projekt 2013 über die Urabstimmung den Genossenschafttern zur Genehmigung vorgelegt werden können. Baubeginn wäre dann «frühestens» im Jahr 2014, wie es weiter heisst.

scd