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Himmelsspektakel «Blutmond» zieht Sterngucker in Bann

Obwohl am späten Freitagabend zahlreiche Menschen in den Mond guckten, gingen sie nicht leer aus: Die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts zog viele Menschen in der Schweiz in ihren Bann.
Mondfinsternis um 22:20 Uhr über der Rigi (Bild: Philipp Schmidli)

Mondfinsternis um 22:20 Uhr über der Rigi (Bild: Philipp Schmidli)

Zu sehen gab es nichts weniger als den «Blutmond», wie der in kupferrotes Licht getauchte Erdtrabant im Volksmund genannt wird. Und das nicht zu knapp: Ganze 103 Minuten tauchte der Mond in den Kernschatten der Erde ein - die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts.

Für die im Land verstreuten Astronomischen Gesellschaften war es die Gelegenheit, sich für einmal mehr Publikum und Aufmerksamkeit zu sichern. Im Planetarium des Verkehrshauses Luzern folgten am Abend viele Besucher halbstündlich der Simulation einer Mondfinsternis. Danach war im Kino des Verkehrshauses eine Live-Übertragung angesetzt.

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Unter go.luzernerzeitung.ch/mondfinsternis nehmen wir Ihr Bild entgegen. Die besten Bilder werden in einer Galerie publiziert.

Mondfinsternis um 21:37 Uhr hinter Rigi Kulm, fotografiert von Eschenbach. (Bild: Philipp Schmidli)
Blutmond(e) hinter der Rigi. (Leserbild: Emanuel Niederhauser, Büel)
Hitzkirch. Bild: Herbert Heggli
Von Nottwil aus. (Leserbild: Markus Hinnen)
Aufgang des Blutmondes über der Rigi. (Leserbild: Josef Stirnimann)
Place du Château in Lausanne. Linien der Sternbilder eingezeichnet. (Leserbild: Roger Getzmann)
Gegen 23.15h wurde der Blutmond wieder langsam weiss. (Leserbild: Sarah Biderbost)
Emmenbrücke. Bild: Kuno Schweizer
Von Buchrain aus fotografiert. Der Blutmond Aufgang über der Rigi. (Leserbild: Josef Stirnimann)
(Leserbild: Markus Hinnen)
Der Vollmond tritt langsam aus dem Kernschatten hervor. (Leserbild: Josef Habermacher)
Der Blutmond und der Mars begeben sich über der Klewenalp auf eine gemeinsame Reise. (Leserbild: Monika Näpflin-Bösiger)
Aufgang des Blutmondes über Morgarten. (Leserbild: Martin Gysi)
Aufgenommen in Niederwil bei Cham. (Leserbild: Cris Wouters)
Der Blick von Zug. (Leserbild: Andreas Kröll)
Abgelichtet in Steinen. (Leserbild: Wolfgang Höller)
Der Mars begleitet den Blutmond, aufgenommen auf dem Oberlehn-Hoger in Menzberg (Leserbild: Peter Helfenstein).
Blick auf den Zugersee vom Hämikonberg. (Leserbild: Petra Jung)
Das Ägerital unter dem Blutmond. (Leserbild: Daniel Hegglin)
Über dem Zugerberg. (Leserbild: Daniel Hegglin)
Der Erdtrabant kurz nach der Mondfinsternis. (Leserbild: Hermann Lichtsteiner, St. Niklausen)
Blutmond über dem Niederbauen. (Leserbild: Patric Kopp)
Die Rigi mit Blutmond. (Leserbild: Emanuel Niederhauser)
Der Auslöser drückte Massimo Saracino in der Nähe das Hotel Palace in Luzern. (Leserbild)
Die Mondfinsternis, aufgenommen in Hildisrieden. (Leserbild: Xaver Husmann)
Die Mondfinsternis, fotografiert in Willisau. (Leserbild: Lars Schwarzentruber)
Die Sicht von der Panoramastrasse Glaubenbielen zwischen Sörenberg und Giswil. (Leserbild: Beat Strähler)
Mondfinsternis um 22:20 Uhr über der Rigi, fotografiert von Eschenbach. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzern, mit Bürgenstock. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Zugerberg (Bild: Alexandra Wey / Keystone)
Hämikonerberg (Bild: Petra Jung)
Sonnenberg, Kriens, 22.08 Uhr. (Bild: Josef Stalder)
Luzern (Bild: Jörg Meyer)
Luzern (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Weitere Bilder aus der Schweiz: Neuhausen (Bild: Melanie Duchene / Keystone)
Säntis (Bild: Christian Merz / Keystone)
Stäfa (Bild: Thomas Winkler)
Bern (Bild: Patrick Hürlimann / Keystone)
In Luzern wird das Spektakel am Vierwaldstättersee verfolgt (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Geheiratet wird auch bei totaler Mondfinsternis auf der Rigi (Bild: Res Blaser)
Und weitere Bilder aus der Welt: Bernkastel-Kues, Deutschland (Bild: Harald Tittel / AP)
Athen (Bild: Thanassis Stavrakis / AP)
Gaza Stadt (Bild: Hatem Moussa / AP)
Kairo (Bild: Khaled Elfiqi / EPA)
Belgrad (Bild: Koca Sulejmanovic / EPA)
Tacoma (Bild: Ted S. Warren / AP)
Sydney (Bild: Michell Brook / Getty)
47 Bilder

Die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts

«Lockere Atmosphäre»

Am Quai in Luzern herrschte vor Mondaufgang eine lockere Atmosphäre, wie Marc Eichenberger, Präsident der Astronomischen Gesellschaft Luzern, der Agentur Keystone-SDA am Telefon die Stimmung beschrieb. Drei Linsenteleskope seien bereits in Stellung gebracht. Es passe alles: das Ereignis falle auf einen Freitagabend, das Wetter sei warm, die Sicht gut. Auch auf der Ufschötti versammelten Hunderte, um die Mondfinsternis zu verfolgen.

Warten auf den seltenen und grossen Moment am Quai in Luzern. Hobby-Astronomen haben ihre Geräte in Schussposition gebracht. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 27. Juli 2018))

Warten auf den seltenen und grossen Moment am Quai in Luzern. Hobby-Astronomen haben ihre Geräte in Schussposition gebracht. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 27. Juli 2018))

Auf der Grossen Schanze in Bern fanden sich vor Mondaufgang laufend immer mehr Menschen ein, wie der Keystone-SDA-Fotograf vor Ort berichtete. Mehrere Stative von Fotografen stünden bereits in Wartestellung. Allerdings sei das Wetter nicht optimal, etwas dunstig und den Alpen entlang leicht bewölkt.

Im Streulicht der Sonne

Das Phänomen «Blutmond» entsteht durch Streulicht der Sonne. Vor allem die langwelligen, roten Anteile des Lichts werden durch die Erdatmosphäre in den Schattenkegel hinein gebrochen.

Der Zufall wollte es, dass ganz in der Nähe des Vollmondes der Planet Mars ebenfalls in Erdnähe unterwegs ist. Der rote Planet war eine Handbreit unterhalb der verdunkelten Mondscheibe zu sehen und übertraf für einmal sogar den Jupiter an Glanz.

Einziger Unsicherheitsfaktor war das Wetter. Wolken machten den Beobachterinnen und Beobachtern aber kaum einen Strich durch die Rechnung. Die nächste totale Mondfinsternis von ähnlicher Länge wie am 27. Juli ist erst wieder für das Jahr 2123 zu erwarten. (sda/rem)

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Schaulustige erleben die Mondfinsternis in Luzern

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