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Hinter Musegg: Die Heubühne wird zum «Stall Modulable»

Wo früher Heu und Holz gelagert wurde und Schlafen im Stroh angesagt war, treten ab sofort Künstler wie Pedro Lenz und Franz Hohler auf. Auch ein Musik- und Theaterfestival ist geplant.
Hugo Bischof
Pia Fassbind vom Kulturhof Hinter Musegg in der völlig neu gestalteten Heubühne. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 29. September 2017)

Pia Fassbind vom Kulturhof Hinter Musegg in der völlig neu gestalteten Heubühne. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 29. September 2017)

Hochlandrinder, Alpakas, Minipigs, Zwergziegen und Appenzeller Spitzhaubenhühner (inklusive Güggel) sind hier zu Hause. Dazu gibt’s 43 Hochstammbäume: Kirsche, Apfel, Birne, Mispel, Nuss, Kastanie. Aber auch ganz viel Kultur, Erlebnisangebote und Kulinarik werden hier geboten. Der Kulturhof Hinter Musegg an der Diebold-Schilling-Strasse ist eine kreative Oase in der Stadt Luzern – mit Hofbeiz und Hofladen.

Nun kommt eine neue Attraktion hinzu: Die einstige Heubühne wurde zum Veranstaltungsraum ausgebaut. «Damit hat die Stiftung Kultur- und Lebensraum Musegg nun alle Etappenziele auf dem Weg zum Ausbau des Bauernhofs in einen Kulturort und Treffpunkt für alle erreicht», freut sich Pia Fassbind. Sie führt den Kulturhof Hinter Musegg seit siebzehn Jahren mit ihrem Ehemann Walter Fassbind.

Schulungen, Firmenanlässe, Apéros

Theateraufführungen, Konzerte sollen auf der Heubühne künftig stattfinden, aber auch Schulungen, Firmenanlässe, Apéros. «Wir haben bei der Gestaltung des Raumes grossen Wert auf möglichst flexible Nutzungsmöglichkeiten gelegt», sagt Pia Fassbind. 80 Quadratmeter gross ist die Parkettfläche, dazu kommt ein 40 Quadratmeter grosser Balkon. Der Raum ist in hellem Holz gehalten. Neu gibt’s einen Zusatzbau mit Foyer und Lounge.

Das Gebäude diente einst effektiv als Heubühne des Bauernhofs, später als Holzlager. «Zeitweise haben wir hier auch Schlafen im Stroh angeboten», sagt Fassbind. Und jetzt gibt’s hier also Kultur und Gesellschaftsanlässe. «Stall Modulable» nennt Fassbind den Raum denn auch schmunzelnd – in Anlehnung an die grandios gescheiterten Pläne der Salle Modulable, eines räumlich flexiblen Musiktheatergebäudes in der Stadt Luzern.

Pia Fassbind war von 2004 bis 2014 Co-Leiterin des Luzerner Kleintheaters. Dieses will sie mit der Heubühne keineswegs konkurrenzieren. Nur ein bis zwei Konzerte oder Theaterraufführungen soll es hier pro Monat geben, daneben vor allem private Anlässe, Tagungen von Firmen und so weiter. Die Qualität der Kulturanlässe hat’s dennoch in sich. Immerhin tritt hier demnächst Franz Hohler auf. Und alle zwei Jahre soll es ein 12-tägiges Musik- und Theaterfestival geben – im Sommer, wenn andere Theater Betriebsferien haben. Die Heubühne inklusive Foyer und Lounge kann für Veranstaltungen gemietet werden. Bei Theater- und Konzertbestuhlung haben 120 Personen Platz, bei Bankettbestuhlung 100. Mit dem Gesamtpaket Hofbeiz, Hofladen, Heubühne – alles nachhaltig betrieben – wird unter anderem der defizitäre Bauernhofbetrieb finanziert. «Seit 400 Jahren wird Hinter Musegg Land kultiviert», sagt Fassbind. «Diese Tradition wollen wir aufrechterhalten.»

Die Heubühne wird dieses Wochenende eröffnet. Der Auftritt von Pedro Lenz heute Abend ist ausverkauft. Morgen Sonntag ist die Bevölkerung ab 12 Uhr zu einem Tag der offenen Heubühne und zur Ustrinkete der Hofbeiz eingeladen – mit Führungen, Musik, Theater und kulinarischen Köstlichkeiten.

Hinweis: www.hinter-musegg.ch

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