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Hinterhältige Angriffe auf Luzerner Jogger – aus der Luft

Immer wieder werden Jogger von Mäusebussarden angegriffen – eine Joggerin aus Emmenbrücke sogar zweimal innerhalb weniger Tage. Wehren kann man sich fast nicht. Helfen könnten aber Augen am Hinterkopf.
Christian Glaus
Mäusebussarde verteidigen während der Brutzeit von Mai bis Juli ihr Revier. (Bild: Getty)

Mäusebussarde verteidigen während der Brutzeit von Mai bis Juli ihr Revier. (Bild: Getty)

Wenn eine Joggerin aus Emmenbrücke über einen Feldweg läuft, hat sie immer ein paar Steine in der Hand. Die Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, hat ihre Lehren gezogen aus Attacken von Mäusebussarden. Innerhalb weniger Tage wurde sie zweimal angegriffen. Das erste Mal in Rothenburg in der Nähe des Getränkehändlers Schürch, das zweite Mal in Adelwil bei Sempach Station. Sie sei «ziemlich erschrocken», schildert die Frau. «Wie aus dem Nichts kamen die Mäusebussarde von hinten angeflogen. In Sempach Station hat sich der Vogel fünfmal auf mich gestürzt.» Einmal habe er ihren Kopf gestreift, er habe sie aber nicht verletzt.

«Ich bin weiter gerannt, um das Revier möglichst schnell zu verlassen. Wahrscheinlich wäre ich besser gelaufen.»

Joggerin aus Emmenbrücke

Die Joggerin bückte sich und warf Steine auf die Angreifer. Bei den Attacken habe sie wohl selber falsch reagiert: «Ich bin weiter gerannt, um das Revier möglichst schnell zu verlassen. Wahrscheinlich wäre ich besser gelaufen.»

Der Vogelwarte Sempach ist bekannt, dass es während der Brutzeit zwischen Mai und Juli zu Angriffen von Mäusebussarden auf Menschen kommt. Mediensprecher Livio Rey: «Pro Jahr sind es nur rund ein Dutzend Fälle, die uns zugetragen werden.» Der Mäusebussard wolle den Menschen nicht verletzen, sondern aus seinem Revier vertreiben.

Reviere der Vögel von Mai bis Juli meiden

Dass vor allem Mäusebussarde Menschen angreifen, sei erklärbar. «Der Mäusebussard ist der häufigste Greifvogel und kommt vor allem im relativ stark besiedelten Mittelland vor.» Mit einer Spannweite bis 1,3 Meter sei er gross genug, um es mit dem Menschen aufzunehmen. Wie soll man bei einem Angriff reagieren? «Wenn er angeflogen kommt, ist es meist zu spät», sagt Rey. Er rät Joggern, die Reviere der Vögel während der Brutzeit zu meiden oder in der Nähe des Nests zu gehen, statt zu joggen. Schützen könne man sich mit einem Kapuzenpulli, einem Helm oder einer Kappe. «Hilfreich ist auch, sich Augen auf den Hinterkopf zu kleben. Wenn sich der Vogel beobachtet fühlt, funktioniert der Überraschungsangriff aus dem Hinterhalt normalerweise nicht.»

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