Hirslanden-Klinik muss nach Ertragsrückgang sparen

Im ersten Halbjahr ist der Umsatz der Gruppe zwar leicht gestiegen - auf 826 Millionen Franken. Der Ertrag ging aber um 25 Millionen zurück. Nun lanciert die Gruppe ein Kostensenkungsprogramm.

Yasmin Kunz
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Es war kein rosiges erstes Halbjahr für die Hirslanden-Gruppe. Auch wenn der Umsatz um ein Prozent auf 826 Millionen Franken gestiegen ist, verzeichnet Hirslanden einen Ertragsrückgang von 25 Millionen. Während das Unternehmen im gleichen Zeitraum 2017 noch ein betriebliches Ergebnis von rund 143 Millionen Franken generierte, waren es heuer 118 Millionen.

Die Hirslanden-Gruppe umfasst in der Schweiz 18 Kliniken, davon drei in der Zentralschweiz: die Klinik St. Anna in Luzern, die Klinik Meggen und die AndreasKlinik in Cham.

Projekte werden auf Eis gelegt

Frank Nehlig, Leiter Unternehmenskommunikation der Hirslanden-Gruppe, sagt, es sei nach wie vor ein gutes Ergebnis, zumal man ein Millionenplus ausweisen könne. Als Gründe für den Ertragsrückgang nennt er die Auswirkungen durch die Senkung des Tarmed-Tarifs und die Verschiebung von Behandlungen vom stationären in den ambulanten Bereich. Wie viel die Hirslanden-Gruppe in den Zentralschweizer Kliniken sparen muss, lässt Nehlig offen.

Er versichert jedoch, dass das Kostenprogramm keine Auswirkungen auf das Pflegepersonal, die Ärzte und die Hotellerie habe. «Das Ziel ist es, Kosten ausserhalb der Patientenbehandlung zu reduzieren.» Er nennt dabei den Materialeinkauf, die Infrastruktur sowie das Marketing. Vereinzelt würden Projekte auf Eis gelegt. Welche das sind, will Nehlig nicht sagen. Entlassungen seien weder vorgenommen worden noch geplant. «Aufgrund der hohen Auslastung unserer Kliniken benötigen wir unser Personal für den qualitativ hochwertigen und reibungslosen Betrieb.»