Historischer Einbruch bei den Luzerner Logiernächten

Die Hotellerie in der Schweiz registrierte im ersten Halbjahr 2020 praktisch nur noch halb so viele Logiernächte wie in der Vorjahresperiode. Zu spüren bekamen das besonders die Luzerner Hotels.

Drucken
Teilen
Davon gab es in der ersten Hälfte des Jahres viele: Ein leeres Hotelzimmer.

Davon gab es in der ersten Hälfte des Jahres viele: Ein leeres Hotelzimmer.

Symbolbild: Jean-Christophe Bott / KEYSTONE

(dvm) Knapp neun Millionen Logiernächte weniger verzeichneten die Schweizer Hotels in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. Die ausländische Nachfrage sank um rund 60 Prozent auf 4,1 Millionen Logiernächte (-6,1 Millionen), die inländische Nachfrage um rund 32 Prozent (-2,8 Millionen) auf 5,8 Millionen Logiernächte. Grund für diese negative Bilanz ist die ausserordentliche Lage in Zusammenhang mit Covid-19. Dies geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

In drei der 13 Tourismusregionen war die Logiernächtezahl schon im Februar rückläufig. Am deutlichsten fiel die Abnahme in absoluten Zahlen in der Region Luzern / Vierwaldstättersee aus, wo 11'000 Logiernächte weniger gezählt wurden (-4,5 Prozent). Zurückzuführen ist das laut dem BFS auf die fehlenden asiatischen Gäste (-44,6 Prozent).

Auch in den nachfolgenden Monaten blieb Luzern eine der am stärksten betroffenen Tourismusregionen: Insgesamt verzeichnete die Zentralschweizer Hotellerie zwischen Januar und Juni dieses Jahres 806'473 Logiernächte. Im ersten Halbjahr 2019 waren es noch 1'800'067 Übernachtungen gewesen. Das entspricht einem Minus von rund 55 Prozent. Nur die Tourismusregionen Zürich, Genf und Basel schnitten noch schlechter ab, wie aus der folgenden Aufstellung hervorgeht:

Mehr zum Thema