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Diese Bilder erinnern an den Corona-Alltag

In zwei Jahren plant das Historische Museum Luzern eine Ausstellung über die Coronazeit. Die Exponate werden schon jetzt gesammelt. Schauen Sie hier, welche Impressionen bereits eingesandt wurden.

Robert Knobel
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Gestern noch absurd und skurril – heute Alltag: Dieser Befund trifft wohl auf zahlreiche Dinge zu, die zur Zeit auf dieser Welt ablaufen. Oder wie hätten Sie noch vor ein paar Monaten auf ein Schild im Supermarkt reagiert, auf dem steht «Bitte nur eine Packung pro Haushalt»? Und dass sich wildfremde Menschen plötzlich «bleiben Sie gesund» statt «freundliche Grüsse» wünschen, hätte man bis vor kurzem nicht für möglich gehalten. Irgendwann, wenn wir die Coronakrise längst hinter uns gelassen haben, werden wir wohl mit einer Mischung aus Nostalgie und Befremden auf all diese Ereignisse zurückblicken.

Ein Rundgang durchs leere Luzern:

Aktueller Kulturstand in Luzern.
7 Bilder
In der Luzerner Altstadt.
Auf der Kapellbrücke fehlen die Touristen.
Stille in der Kirche.
Auf dem Sonnenberg in Kriens.
Wir bleiben daheim.
In der Luzerner Altstadt.

Aktueller Kulturstand in Luzern.

Bild: Bettina Wild

Das Historische Museum Luzern hat deshalb vor einiger Zeit die Bevölkerung dazu aufgerufen, Bilder aus der Coronazeit einzuschicken. In frühestens zwei Jahren sollen diese dann in einer Sonderausstellung gezeigt werden – als «Zeitzeugen für eine ungewöhnliche Zeit», wie das Museum schreibt. Das Luzerner Museum ist schweizweit das erste, das sich bereits heute mit der historischen Dimension der Coronakrise befasst. Kein Wunder folgten dem Aufruf zahlreiche Personen nicht nur aus Luzern, sondern aus der ganzen Schweiz.

Wie sich unser Alltag verändert:

Die Folgen des Online-Shoppings.
7 Bilder
Was passiert mit dem Altpapier?
Schulkinder bringen und holen ihre Aufgaben in der Schule ab.
Eine Plakatsäule in der Stadt Luzern.
Eine Aktion zum Thema «Social distancing».
So verändert sich der Terminkalender einer Familie.
Leere Gestelle im Grossverteiler.

Die Folgen des Online-Shoppings.

Bild: Andreas Becker

«Wir haben bisher über 200 Fotos erhalten, und täglich kommen neue dazu», sagt Alexandra Strobel, Medienverantwortliche der Luzerner Kantonalen Museen. Die Fotos zeigen typische Alltagsszenen: Leere Städte, Absperrbänder im Supermarkt, Fernunterricht, Social Distancing.

Strobel hofft, dass in der Sonderausstellung dereinst nicht nur Fotos gezeigt werden können, sondern auch einige der Objekte, die dort abgebildet sind – etwa Desinfektionsmittel-Spender, Schutzmasken oder auch Bastelarbeiten und Informationsflyer. Das Museum wird deshalb die Fotografen diesbezüglich noch kontaktieren. Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat für die Ausstellung bereits seine Mithilfe angeboten, indem es beispielsweise Dokumente oder die neu herausgekommene «Solidaritätsfahne» zur Verfügung stellt. 

So kreativ sind die Kinder und Erwachsenen in der Corona-Zeit:

Ein Schnur-Telefon mit dem Nachbarskind.
8 Bilder
Ein Graffiti.
Virus ist auch Kunst.
Ein Seifen-Collier.
Post von der Enkelin.
Ein Kind spielt seiner Grossmutter ein Stück am Klavier vor.
Eine maskierte WC-Papierrolle.
Osterhäsli aus WC-Papier.

Ein Schnur-Telefon mit dem Nachbarskind.

Bild: Karin Haslimann

Hinweis: Eine grössere Auswahl der Bilder finden Sie auf der Website historischesmuseum.lu.ch. Weitere Fotos können Sie via Mail an folgende Adresse luzern.sammelt@lu.ch schicken.

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