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HITZE: Feuerverbote in Luzern, Zug und Obwalden

Wegen grosser Gefahr von Flur- und Waldbränden haben die Luzerner, Zuger und Obwaldner Behörden ein allgemeines Feuerverbot auf ihren Kantonsgebieten erlassen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen.
Der Kanton Luzern erlässt ein allgemeines Feuerverbot. (Symbolbild Keystone)

Der Kanton Luzern erlässt ein allgemeines Feuerverbot. (Symbolbild Keystone)

Laut Angaben der Luzerner Dienststelle Landwirtschaft und Wald ist es ab sofort verboten, im Freien Feuer zu entfachen oder Streichhölzer und Raucherwaren wegzuwerfen. Zudem ist die Benutzung sämtlicher Grillstellen im Freien und Einweggrills, das Abbrennen von Feuerwerken sowie das Steigenlassen von Heissluft-Ballonen sowie sogenannten Himmelslaternen verboten.

Ausgenommen vom Verbot ist das Grillieren in Gärten oder auf Balkonen mit Gas- oder Holzkohlegrill sowie in festen Cheminées.

Grosse Waldbrandgefahr

Der Kanton Luzern schätzt die Waldbrandgefahr als gross ein (Stufe 4 von 5). Das Verbot sei in Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen erfolgt. Grund dafür ist die derzeitige Trockenheit und die grosse Brandgefahr in Wäldern und auf Wiesen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Busse rechnen.

Die Böden, die Vegetation sowie das herumliegende Ast- und Laubmaterial seien trocken und leicht entflammbar. Es bestehe Gefahr, dass weggeworfene brennende Streichhölzer, Raucherwaren oder der Funkenflug eines Grillfeuers Feuer auslösen. Diese könnten sich über die Humusschicht oder die Bodenvegetation ausbreiten und auf Baumkronen übergreifen.

Saumässige Abkühlung: Bauer Kurt Helfenstein aus Sempach duscht seine Schweine mit Wasser. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Badespass bei den Badeinseln in Seedorf. Mit Wasserkanonen wird gegen die Hitze vorgegangen. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Abkühlen mit Wasserspielen in der Badi Rotkreuz. (Bild: Christian Herbert Hildebrand / Neue ZZ)
Den Apéro bei 30C im Pool geniessen ist eine Wohltat, hier in Rain. (Bild: Leser Xaver Husmann)
Weizenernte - Bei diesem Wetter sind die Mähdrescher bis spätabends auf den Feldern, hier in Grosswangen. (Bild: Hedy Muff-Ruckli)
In Kerzers müssen Gemüsefelder bewässert werden. (Bild: Keystone)
Der heisseste Job, den die Schweiz zu bieten hat, hier in Zürich. (Bild: Keystone)
Nicht nur Pflanzen haben Durst... (Bild: Keystone)
...auch Festivalbesucher brauchen viel Flüssigkeit. (Bild: mte)
Aber nichts geht über einen Sprung ins Kühle Nass: Hier in der Badi von Mendrisio. (Bild: Keystone)
Eingepackt: Ein Vlies soll Teile des Titlisgletschers - hier beim Gletscherpark - vor der Sonneneinstrahlung und somit vor dem Schmelzen schützen. (Bild: Pius Amrein)
Am Abend werden die Temperaturen etwas angenehmer - hier ein Boot auf dem Genfersee. (Bild: Keystone)
Noch ein Hitzeberuf - weit und breit kein Schatten in Sicht: Marek Markovic repariert in der Sommerhitze ein Dach in Gottlieben. (Bild: Donato Caspari)
Beliebt ist bei Hitze auch das Wasserspiel auf dem Bundesplatz in Bern. (Bild: Keystone)
In so einem Sommer wird jeder zur Wasserratte. (Bild: Keystone)
Auch eine Dusche tut ihre Dienste. Hauptsache kalt. (Bild: Keystone)
Im Heissluftballon bei Montreux könnte es doch etwas heiss sein. Dann doch lieber Standup-Paddeln. (Bild: Keystone)
Genau so stellen wir uns einen perfekten Sommertag vor: Junge Menschen geniessen das herrliche Sommerwetter an der Aare in Muri bei Bern. (Bild: Keystone)
Aareschwimmer und Schlauchbootfahrer geniessen den schönen Sommer. (Bild: Keystone)
Heiss begehrt: Kaltes Wasser. (Bild: mte)
Kühlt zuerst von aussen und dann von innen. (Bild: mte)
Jede Wasserquelle wird zum Anziehungspunkt.. (Bild: Keystone)
Glücklich ist, wer einen Sonnenschirm besitzt. (Bild: mte)
Auch ein Badetuch kann Schatten spenden. (Bild: mte)
Ja, bitte doch, zweimal drücken. (Bild: mte)
Ein Bauer mäht sein Feld, aufgenommen in Dielsdorf. (Bild: Keystone)
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Die Schweiz schwitzt

Keine Entspannung in Sicht

Die Luzerner Behörden gehen aufgrund der aktuellen Wetterprognosen davon aus, dass die Hitzeperiode noch mindestens eine Woche andauern wird. Kurze Gewitterregen vermögen die Situation nicht zu entschärfen, schreibt die Dienststelle Landwirtschaft und Wald weiter. Eine Entspannung der Gefahrenlage ist frühestens nach einer intensiven Regenphase von mindestens zwei Tagen zu erwarten. Erst dann kann das Verbot wieder ausser Kraft gesetzt werden.

1. August: Keine Raketen?

Sollte es also bis Ende Monat keine lang anhaltenden Niederschläge geben, ist auch für den 1. August von einem Feuer- und Raketenverbot auszugehen.

Der Kanton Obwalden geht bei seinem bereits am Donnerstag erlassenen Feuerverbot von einer geringeren Gefahrenstufe aus. Er verbietet offenes Feuer lediglich in Wäldern und an Waldrändern. Feuerwerke dürfen nur mit einem grossen Abstand zum Wald gezündet werden.

Die Kantone Nidwalden, Uri und Schwyz mahnen zu sorgfältigem Umgang mit Feuer (Warnstufe 3). Der Kanton Schwyz will am Freitag über ein Feuerverbot entscheiden.

Letztmals hatten alle Zentralschweizer Kantone im Jahr 2007 ein Feuerverbot erlassen. Dieses dauerte zwei Wochen.

HINWEIS: Aktuelle Gefahrenlage unter www.waldbrandgefahr.ch

rem/sda

Die Waldbrandgefahrenkarte Stand Donnerstagmittag 13 Uhr. Gelb: Mässige Gefahr (Stufe 2), Orange: erhebliche Gefahr (Stufe 3). Rot: Grosse Gefahr (Stufe 4), Dunkelrot: Sehr grosse Gefahr (Stufe 5). Hellschwarz: Feuerverbot im Wald. Dunkelschwarz: Totales Feuerverbot. (Bild: Grafik: Bundesamt für Umwelt.)

Die Waldbrandgefahrenkarte Stand Donnerstagmittag 13 Uhr. Gelb: Mässige Gefahr (Stufe 2), Orange: erhebliche Gefahr (Stufe 3). Rot: Grosse Gefahr (Stufe 4), Dunkelrot: Sehr grosse Gefahr (Stufe 5). Hellschwarz: Feuerverbot im Wald. Dunkelschwarz: Totales Feuerverbot. (Bild: Grafik: Bundesamt für Umwelt.)

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