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Hitzkirch will 9,7 Millionen in neue Mehrzweckhalle investieren

Die Gemeinde hat das Grobkonzept für eine neue Dreifachturnhalle ausgearbeitet. Diese soll 2021 neben dem Schulhaus Trottenmatt gebaut werden. Im gleichen Jahr gibt es auch eine Steuererhöhung.
Niels Jost
Hitzkirch soll eine Mehrzweckhalle erhalten. (Bild: Eveline Beerkircher, 9. September 2015)

Hitzkirch soll eine Mehrzweckhalle erhalten. (Bild: Eveline Beerkircher, 9. September 2015)

Schon lange sehnen sich die Hitzkircher nach einer richtigen Halle, um Sport zu treiben, ein Theater aufzuführen oder einen Grossanlass ins untere Seetal zu locken. Nun nimmt das Vorhaben, eine Mehrzweckhalle (MZH) zu bauen, allmählich Gestalt an. Dazu hat der Gemeinderat am Mittwoch ein Grobkonzept veröffentlicht. Die Bevölkerung hat nun die Möglichkeit, sich bis am 12. Oktober zum Projekt zu äussern.

Bereits im Vorfeld wurden sämtliche 120 Vereine der Gemeinde dazu eingeladen, ihre Bedürfnisse in einem Fragebogen kundzutun. Zudem wurde in diesem Frühjahr ein Workshop mit den Vereinsverantwortlichen durchgeführt, ein zweiter wird im November folgen.

Das nun vorliegende Projekt ist also breit abgestützt. Entsprechend erleichtert ist die zuständige Gemeinderätin, Luzia Ineichen (CVP). «Dass das Projekt Rückhalt in der Bevölkerung geniesst, wurde bereits an der Gemeindeversammlung im Dezember 2017 klar, als die dafür wegweisende Immobilienstrategie angenommen wurde.»

Bestehende Hallen: Zu klein und zu alt

Die Mehrzweckhalle soll auf der Wiese neben dem Parkplatz Trottenmatt gebaut werden. Derzeit steht dort das Provisorium für den Kindergarten. Dieses soll in den nächsten Jahren aufgehoben werden.

Eine MZH ist in Hitzkirch darum sinnvoll, weil die bestehenden Turnhallen zu alt, zu klein und stark sanierungsbedürftig sind. Die Einfachturnhalle beim Schulhaus an der Aargauerstrasse in Hitzkirch etwa ist schon fast 60 Jahre alt, zuletzt saniert wurde sie 1991. Jene an der Ermenseestrasse wurde 1980 erbaut. Auf eine neue Infrastruktur ist vor allem die Schule angewiesen. «Ein zeitgemässer Sportunterricht ist unter den aktuellen Umständen nicht möglich», sagt Luzia Ineichen. «Die Schüler der Oberstufe müssten künftig nicht mehr auf Turnhallen in anderen Ortsteilen ausweichen.» Zusätzlich wird laut der Vorsteherin des Ressort Bildung, Kultur und Sport die Anzahl Schüler zunehmen – und damit das Bedürfnis nach mehr Raum grösser werden. Eine Sanierung der bestehenden Hallen mache wegen ihres schlechten Zustandes, des zusätzlichen Raumbedarfs sowie der aktuellen Unterhaltskosten keinen Sinn.

Mehr Platz sollen auch die Sport-, Musik-, Theater- und anderen Kulturvereine sowie das lokale Gewerbe oder auch die Parteien im Dorf erhalten. Vorgesehen sind folgende Komponenten in der neuen MZH:

  • Eine Zuschauergalerie soll «attraktive Rahmenbedingungen für Trainings, Wettkämpfe und Turniere bieten», heisst es im Grobkonzept.
  • Eine Bühne mit Basisinfrastruktur. Für Veranstaltungen soll einer «angemessenen» Verdunkelung und Raumakustik Beachtung geschenkt werden.
  • Multifunktionale und schallschutzgetrennte Vereins- und Nebenräume sollen einer vielseitigen Nutzung dienen. So sollen etwa Musikproben parallel zum Sportbetrieb möglich sein.
  • Die MZH soll eine Infrastruktur aufweisen, die auch Grossanlässe wie General- oder Delegiertenversammlungen ermöglicht.

Die Kosten für die neue MZH belaufen sich schätzungsweise auf 9,7 Millionen Franken. Obwohl die Gemeinde in den kommenden Jahren sparen oder zusätzliche Einnahmen generieren muss, könne man sich eine neue Halle leisten, sagt Luzia Ineichen. Dies, weil die Rechnungen «nur» mit den jährlichen Abschreibungen von 240’000 Franken belastet werden. Zudem leistet der Kanton einen Beitrag von 80’000 Franken. Auf eine finanzielle Beteiligung der Vereine wird verzichtet. Im Aufgaben- und Finanzplan der Gemeinde ist allerdings vorgesehen, dass die Steuern im Jahr 2021 leicht gehoben werden, und zwar um 0,1 auf 2,25 Einheiten. Ein Jahr später soll der Steuerfuss nochmals steigen, auf 2,30 Einheiten.

Bürger müssen zweimal Ja sagen

Nun sind die Stimmbürger gefragt. An der kommenden Budgetversammlung im Dezember sollen sie den Planungskredit von geschätzten 300’000 Franken bewilligen. «Die Höhe dieses Kredits wird nun noch genau evaluiert», sagt Ineichen. Wird dieser angenommen, kann der Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden. Der Baukredit soll dann 2020 an die Urne kommen. Läuft alles nach Plan, erhalten die Schüler und 120 Vereine im Dorf schon in drei Jahren ihre lang ersehnte, neue Halle.

Das Grobkonzept finden Sie unter www.hitzkirch-immobilien.ch

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