HITZKIRCH: Streit um Hotel geht weiter

Der Besitzer möchte das «Kreuz» in Richensee abreissen und eine Migros bauen. Doch das passt der Gemeinde nicht.

Merken
Drucken
Teilen
Das Restaurant Kreuz in Richensee soll einer Migros- Filiale weichen. Doch die Gemeinde wehrt sich dagegen. (Archivbild Manuela Jans)

Das Restaurant Kreuz in Richensee soll einer Migros- Filiale weichen. Doch die Gemeinde wehrt sich dagegen. (Archivbild Manuela Jans)

lm. Seit rund vier Jahren möchte Besitzer Walter Wildisen das Restaurant Kreuz in Richensee abreissen und das Grundstück anderweitig nutzen. Bisher vergeblich: Die Gemeinde ist nämlich mit den Plänen, dort eine Migros zu bauen, gar nicht einverstanden: Das Projekt widerspreche dem Regionalen Entwicklungsplan (REP).

Wenn der Grundeigentümer das Gebäude auf der Liegenschaft nicht abreissen dürfe, müsse man eben einen anderen Verwendungszweck dafür finden, sagt Hans Scherrer, der die GIA und Walter Wildisen vertritt – so etwa als Asylzentrum, wie er im «Seetaler Boten» berichtet. Das Haus weist fünf bis acht Fremdenzimmer auf, in dem früher Monteure und Durchreisende übernachtet haben. «Das Haus steht seit rund drei Jahren leer, und mein Klient hat nicht die Mittel, um in das Haus Geld zu investieren», sagt Scherrer.

Der REP ist aber nicht der einzige Hinderungsgrund, den die Gemeinde Hitzkirch gegen den geplanten Migros-Neubau sieht: So sei das Gebäude zu lang und zu wenig hoch, ausserdem sei das Gebäude im kantonalen Bauinventar als erhaltenswert klassifiziert. Conny Grünenfelder, kantonale Denkmalpflegerin, bestätigt: «Das Restaurant Kreuz ist im kommunalen Bau- und Zonenreglement (BZR) als erhaltenswertes Kulturobjekt Kategorie B eingetragen.» Aufgrund der Einstufung als Kulturobjekt im BZR hat die Kantonale Denkmalpflege der Gemeinde empfohlen, den Abbruch abzulehnen. «Die abschliessende Kompetenz liegt bei der Gemeinde», sagt Grünenfelder. Derzeit ist das Projekt vor Verwaltungsgericht hängig.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.